WALDSPAZIERGANG „ DIE BURG“

Von der Schönheit und der Achtung der Natur

Das Gebiet "Die Burg" besteht aus einem großen Waldkomplex aus überwiegend bodenständigen Eichen-, Buchen- und Erlenwaldgesellschaften, der von dem sehr naturnah erhaltenen Bachsystem des Silvert- und des Nieringbaches durchzogen wird. Eingestreut und randlich finden sich extensiv genutzte, teilweise feuchte Grünlandflächen. Obgleich die Baumartenzusammensetzung aufgrund der historischen Nutzung in Teilflächen zugunsten der Eiche verschoben ist, spiegeln die teilweise bis zu 160 Jahre alten Bestände weitgehend die Standorte der alten bodensauren Eichenwälder, bodensauren Buchenwälder und quellig durchsickerter Auen- und Bruchwälder wider. Im Südteil des Gebietes liegt ein kulturhistorisch bedeutsamer karolingischer Ringwall, der dem Gebiet seinen Namen gab.

Die Burg ist das besterhaltene naturnahe Waldgebiet auf den relativ armen Sandstandorten im Übergang zur Haard am Nordrand des Ballungsraumes. Besonders bemerkenswert sind die alten Eichenwälder mit einem hohen Totholzanteil und die Auen- und Bruchwaldflächen entlang der Fließgewässer. Besonders im Bereich der historischen Wallanlage prägen uralte Buchen und stark dimensioniertes Totholz mit zahlreichen Spechthöhlen (Schwarzspecht) das Bild. Entsprechend sind gefährdete Höhlennutzer wie Fledermäuse und Hohltaube regelmäßig anzutreffen. ( Auszug aus dem Landschaftsplan Vestischer Höhenrücken)

Bei unserem gemeinsamen Spaziergang durch das Naturschutzgebiet werden wir von Erwin Gebauer (NABU- Marl) begleitet. Er wird uns auf die besonders schönen Naturschutzbereiche hinweisen und uns darüber einiges erzählen. Zu den Renaturierungen der Bäche Grenzgraben und Burggraben, zu den besonderen Biotopen, zu den Bäumen und Pflanzen, zu den dort lebenden Tieren und aber auch über den Naturschutz in der Vergangenheit und unsere heutige Praxis im Umgang mit dem Natur- und Umweltschutz.

Da die Flora stark von den Böden, der Geologie abhängig ist, wird auch hierauf eingegangen. Wir werden historische Bauwerke, die Burg und Bunkerrelikte sehen, auf das Sühnekreuz und weitere in der Nähe befindliche und vermutete historische Objekte wird hingewiesen und berichtet. Die Wegstrecke richtet sich nach den bis dahin wieder freigegebenen offiziellen Waldwegen. Die Streckenlänge beträgt voraussichtlich ca. 5 km. Dauer dieses Spazierganges ca. 2,5 Stunden

Startpunkt: Kleingartenanlage an der Straße „Im Wiesental“, Marl- Lenkerbeck

Samstag, 9. März 2019, 15.00 Uhr