Die neuen Pisa-Ergebnisse sind ernüchternd

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek bemühte sich gar nicht erst, die Situation schönzureden. Sie sei wirklich besorgt, sagte Karliczek am Dienstag anlässlich der Vorstellung der neuen Pisa-Studie. Der Ländervergleich der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit, OECD, weist Deutschland seit 2001 einen Platz im Mittelfeld zu. Doch während es nach dem ersten Pisa-Schock eine große Dynamik gab, sehe sie diese heute nicht mehr, so Karliczek. „Wir brauchen einen Aufbruch in der Bildungspolitik. Mittelmaß kann nicht unser Anspruch sein", mahnte die CDU-Politikerin. Drei Ergebnisse der Studie gäben ihr besonders Anlass zur Besorgnis: Der Anteil der leistungsschwachen Schüler:innen steigt seit 2009 wieder an. Der aktuellen Studie zufolge können rund 21 Prozent der Jugendlichen in Klasse 9 gerade mal auf Grundschulniveau lesen. Jungen sind besonders betroffen, sie sind außerdem abgerutscht. Und: Der Zusammenhang zwischen Herkunft und Leseleistungen von Schülern wird stärker. - Quelle und mehr: http://www.taz.de

Deutschland belegt Spitzenplatz in der EU

Rund 28 % der Bevölkerung Deutschlands fühlten sich im Jahr 2018 in ihrem Wohnumfeld durch Verkehrs- oder Nachbarschaftslärm belästigt. Innerhalb der Europäischen Union (EU) verzeichnete neben Deutschland nur Malta einen solch hohen Anteil an gefühlter Lärmbelästigung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist der Wert in Deutschland im Vergleich zu 2017 (26 %) um knapp 2 Prozentpunkte gestiegen. In Ländern wie Kroatien, Ungarn, Estland und Bulgarien ist der Bevölkerungsanteil, der sich 2018 durch Lärm im Wohnumfeld belästigt fühlte, im EU-Vergleich am niedrigsten (jeweils unter 10 %). Der EU-Durchschnitt lag bei 18 %. - Quelle: http://www.destatis.de

Werbe-Kampagne für Mobilfunkmasten

Auch wenn es in Marl keine Initiative mehr gibt gegen die ausufernde Installation von Mobilfunktmasten und die damit verbundene Strahlung als Ursache für mögliche Erkrankungen, gibt es anderenorts sehr wohl immer noch Widerstände, die jetzt durch eine kostspielige Kampagne der Bundesregierung heruntergespielt werden sollen. Noch vorhandene 'Funklöcher' sollen beseitigt werden, damit vor allem Autofahrer bis in die entlegendsten Winkel hinein ständige Netzverbindung haben. Dazu heißt es in der 'tageszeitung': "Die Bundesregierung will das Mobilfunknetz kräftig ausbauen und dafür mit einer großen Informationskampange bei der Bevölkerung um Zustimmung werben. Um mehr Verständnis und Akzeptanz für den Bau von Mobilfunkmasten zu erreichen, soll es eine als mehrjährige Kampagne angelegte "Kommunikationsinitiativ" geben. Das geht aus der Mobilfunkstrategie der Regierung hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt." - Lesen Sie weiter unter http://www.taz.de

Landesregierung hat keine Antworten

Zur Halbzeit der Legislaturperiode stellt der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) der schwarz-gelben Landesregierung ein schlechtes Zeugnis aus. „Unter dem Diktat, die Wirtschaft zu entfesseln, treibt Ministerpräsident Laschet mit seinem Kabinett die Zerstörung des Freiraums und den Verlust an Artenvielfalt aktiv voran", kritisierte der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht. „Zu existenziellen Herausforderungen wie dem Klimawandel oder dem Insektensterben liefert Schwarz-Gelb keine Lösungen, sondern verschärft die Situation. Die Ökologie ist aufs Abstellgleis geraten." Als ein Beispiel nannte der BUND-Chef die Änderung des Landesentwicklungsplans. Damit werde der Freiraumzerstörung durch die Erleichterung von Abgrabungen für mineralische Rohstoffe oder die vereinfachte Ausweisung von Industrie- und Gewerbegebieten „auf der grünen Wiese" Vorschub geleistet. Die Verabschiedung von dem Ziel, den Freiraumverlust perspektivisch auf Netto-Null zu reduzieren, gleichzeitig aber den naturverträglichen Ausbau der klimafreundlichen Windenergie massiv auszubremsen, ist für Sticht „ein Angriff auf unsere natürlichen Lebensgrundlagen. Wir werden das nicht hinnehmen und prüfen deshalb eine Klage gegen die Änderung des Landesentwicklungsplans." - Quelle und mehr zum Thema: http://www.bund-nrw.de

Geflügelwirtschaft und Landwirtschaftsministerin brechen Koalitionsvertrag


Die deutsche Geflügelwirtschaft und die Bundesregierung verschleppen den Ausstieg aus dem Kükentöten. In Verhandlungen mit Bundesagrarministerin Julia Klöckner hat der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) lediglich einen 50-Prozent-Ausstieg bis in drei Jahren angeboten. Das geht aus einem bisher unveröffentlichten Lobby-Papier hervor, das der ZDG am 15. Oktober bei den Gesprächen mit dem Bundesagrarministerium verteilte und das foodwatch an diesem Freitag veröffentlicht hat. Auf ein Datum für ein vollständiges Ende der tierschutzwidrigen Praxis ließ sich der Branchenverband in dem Papier nicht ein. In den nächsten Wochen soll es nach foodwatch-Informationen zu einem weiteren Termin zwischen Branchenvertretern und Ministerium kommen. - Quelle: http://www.foodwatch.de