Profit aus der Pandemie

Über eine gefälschte Webadresse des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums wollten Kriminelle offenbar Corona-Hilfen abgreifen. Die Betrugsversuche beschränken sich aber nicht auf NRW, sondern haben internationalen Charakter. SZ, NDR und WDR liegt eine Liste mit Zehntausenden Webadressen mit Corona-Bezug vor, die erst kürzlich registriert wurden. Die Bundesregierung ist alarmiert. Der Anbieter sitzt in Phoenix, Arizona, und am Ende genügte eine E-Mail aus den Reihen der Landesregierung in Düsseldorf, um die Seite abschalten zu lassen. Unbekannte hatten unter wirtschaft-nrw.info eine Kopie der Webseite des Wirtschaftsministeriums von Nordrhein-Westfalen erstellt, mitsamt dem Antragsformular für Corona-Soforthilfen. Gespeichert war sie auf einem Server in den USA, die Betreiber der Seite versteckten sich hinter einem Verschleierungsservice aus Panama - und hatten es offenbar auf die Daten von Unternehmern abgesehen, die wegen der Corona-Krise staatliche Unterstützung beantragen wollten. - Quelle und mehr: http://www.sueddeutsche.de

Prominente und Politiker verbreiten zweifelhafte Nachrichten

Niemand kann behaupten, dass Wolfgang Wodarg und Sucharit Bhakdi keine Ahnung von Viren hätten. Wodarg hat Medizin studiert, Bhakdi ist emeritierter Professor für Mikrobiologie. Das macht sie für viele zu glaubwürdigen Instanzen in der Corona-Krise. Auf Youtube und Facebook erreichen ihre Videos Millionen Menschen - und das, obwohl diese mit Wissenschaft nichts zu tun haben. Wodarg und Bhakdi sind zwei von Dutzenden angeblichen Experten, die derzeit als Corona-Meinungsmacher auftreten. Sie kritisieren die Maßnahmen der Bundesregierung, warnen vor angeblicher Panikmache und sprechen von Hysterie. Die Recherche-Organisation Correctiv und Medien wie das ZDF, die Welt, der Spiegel und der Bayerische Rundfunk haben die Behauptungen geprüft. Das Ergebnis: Was Wodarg und Bhakdi sagen, ist nicht völlig falsch, jedoch vermischen sie Fakten mit Spekulation und Desinformation. - Quelle und mehr : http://www.sueddeutsche.de

Emissionen sinken – aber nicht bei Verkehr & Gebäuden

In Deutschland wurden 2019 rund 805 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt – etwa 6,3 Prozent weniger als 2018. Das zeigt die vorläufige Treibhausgas-Bilanz des UBA. Im Vergleich zu 1990 sanken die Emissionen in Deutschland um 35,7 Prozent. Die größten Fortschritte gab es 2019 in der Energiewirtschaft mit einer Minderung von knapp 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. UBA -Präsident Dirk Messner: „Wir wissen aber auch, dass wir uns vor allem bei den erneuerbaren Energien auf den Lorbeeren der letzten 20 Jahre ausruhen. Wir müssen wieder deutlich mehr Windenergieanlagen installieren, daran führt kein Weg vorbei, um Kohlestrom zu ersetzen, der vom Netz geht." Große Anstrengungen sind auch im Verkehr und bei Gebäuden notwendig. In beiden Bereichen war 2019 sogar ein Anstieg der Treibhausgasemissionen zu verzeichnen, da unter anderem mehr Benzin, Diesel und Heizöl verbraucht wurden. Der Wandel hin zu erneuerbaren Energien geht bei Verkehr und Wärmeversorgung immer noch deutlich langsamer voran als bei Strom. - Quelle: http://www.umweltbundesamt.de

Waldbrand als möglicher GAU

Seit dem 4. April brennt der Wald um Tschernobyl. 120 Feuerwehrleute sind im Einsatz, 174 Tonnen Löschwasser haben Hubschrauber und Flugzeuge der Feuerwehr über den brennenden Bäumen abgeworfen, berichtet der ukrainische Fernsehkanal TSN. Die Feuerwehr habe die Lage inzwischen „vollständig unter Kontrolle", heißt es in ukrainischen Medien unter Berufung auf die verantwortlichen Behörden. Teilweise widersprüchlich sind die Angaben zu der Größe des betroffenen Areals. Während einige Medien von 20 Hektar (ha) sprechen, berichtete Egor Firsow, kommissarischer Chef der ukrainischen Umweltaufsichtsbehörde, von 100 ha. Die für die Tschernobyl-Zone zuständige Behörde spricht von „einigen Dutzend Hektar", die von den Bränden betroffen seien. Die Strahlenwerte haben sich durch den Brand erhöht. Am Sonntag hatte Egor Firsow von einer 16-fachen Erhöhung der zulässigen Norm berichtet. Diese Erhöhung sei jedoch nur im Zentrum des Brandes gemessen worden. Im 130 Kilometer von Tschernobyl entfernten Kiew ist die Strahlenbelastung nach Angaben der staatlichen Katastrophenschutzbehörde weiterhin im Normalbereich. - Quelle und mehr: http://www.taz.de

Zulassungen beschleunigen

Die EU-Kommission will neue gentechnisch veränderte Pflanzen künftig schneller zulassen. So soll es in einem Handelsabkommen stehen, das die EU und die USA in Kürze unterzeichnen wollen. Die Kommission will damit US-Präsident Trump beruhigen und verhindern, dass es zu Strafzöllen auf europäische Autos kommt. Das meldete das Magazin Politico. Bereits Anfang 2019 hatten die EU-Mitgliedstaaten der Kommission das Mandat gegeben, mit den USA über zwei Handelsabkommen zu verhandeln. Das eine soll den Abbau von Zöllen auf Industrieprodukte regeln, das andere Fragen der Zusammenarbeit bei Produktzulassungen. Die Verhandlungen fanden, wie schon beim gescheiterten Handelsabkommen TTIP hinter verschlossenen Türen statt. Zu hören war, dass die USA Druck machten, auch Agrarstandards in die Gespräche einzubeziehen. Quelle und mehr: http://www.keine-gentechnik.de