Was die neue Politik in NRW und Schleswig-Holstein verbindet

Eines eint die neuen Koalitionäre in NRW und Schleswig-Holstein: Im Verkehrssektor ist in beiden Bundesländern das ökologische Gedankengut weitgehend eingestampft worden. Beide neue Koalitionen in spe wollen vor allem massiv in den Straßenbau investieren. Die Erkenntnis, dass Klimaschutz gemäß Paris-Vertrag ohne echte Verkehrswende nicht funktionieren kann, hat sich nicht herumgesprochen. Schwarz-Gelb und Jamaika wollen wohl beweisen, dass der Spruch immer noch stimmt: Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten. Man dachte eigentlich, das sei überwunden. - Aus: http://www.klimaretter.info.de

Flughafen Köln-Bonn: Landebahnsanierung ohne Umweltweltverträglichkeitsprüfung

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. (BUND NRW) hat Verfahrensfehler bei der geplanten Sanierung der großen Start- und Landebahn des Flughafen Köln-Bonn festgestellt. Dies geht aus seiner Stellungnahme hervor, die heute der Stadt Köln und dem Rhein-Sieg-Kreis als Genehmigungsbehörden zugestellt worden ist. „Bei den Sanierungsarbeiten handelt es sich um eine Ausbaumaßnahme, die in das seit Jahren angekündigte Planfeststellungsverfahren und die Umweltverträglichkeitsprüfung zu integrieren sind", sagte Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND. Jede andere Vorgehensweise bedeutete aus Sicht der Naturschutzverbände eine Missachtung der Vorgaben des Umweltverträglichkeitsprüfungs-Gesetzes. - Quelle: http://www.bund-nrw.de

CDU und FDP haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt - Die schlimmsten Befürchtungen von Umwelt- und Klimaschützern werden bestätigt

Bei der Energiewende hinkt Nordrhein-Westfalen schon jetzt weit hinterher. Nur 13 Prozent seines Stroms bezieht das bevölkerungsreichste Bundesland bislang aus erneuerbaren Quellen. Bundesweit liegt der Grünstrom-Anteil hingegen bei rund einem Drittel. NRW ist nach wie vor Kohleland und für mehr als 30 Prozent der bundesweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Nach dem zu urteilen, was jetzt schon über die Pläne der kommenden schwarz-gelben Koalition bekannt geworden ist, wird sich daran auch in den nächsten fünf Jahren wenig ändern. - Quelle: http://www.klimaretter.info

2016 hatte Brüssel das umstrittene Herbizid Glyphosat für weitere anderthalb Jahre zugelassen - Bürger gegen Glyphosat-Zulassung

Nur vier Monate nach ihrem Start hat eine Europäische Bürgerinitiative die nötigen eine Million Unterstützer für ein Verbot des umstrittenen Herbizids Glyphosat zusammen. Den Aufruf mehrerer Umweltverbände unterschrieben bis Donnerstag knapp 1.001.000 Menschen. Die Initiative fordert ein Verbot von Glyphosat, eine Überarbeitung des Zulassungsverfahrens für Pestizide sowie verbindliche niedrigere Ziele für den Pestizideinsatz. Die EU-Kommission ist verpflichtet, binnen drei Monaten zu reagieren, wenn das innerhalb eines Jahres eine Million Menschen aus sieben Ländern unterstützen. - Quelle: http://www.taz.de

BUND fordert Verschärfung des Düngerechts

Anlässlich einer neuen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zur Nitratbelastung des Grundwassers fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Verschärfung des Düngerechts. Bundesweit werden bei etwa einem Drittel aller Grundwassermessstellen in der Nähe landwirtschaftlicher Nutzflächen die Nitrat-Grenzwerte überschritten. Besonders hoch ist die Belastung in Gebieten mit viel Tierhaltung. Mit Nährstoffen wie Nitrat belastetes Grundwasser kann nicht als Trinkwasser verwendet werden, ohne verdünnt oder chemisch aufbereitet zu werden. Der UBA-Studie zufolge belaufen sich die Zusatzkosten der Wasserwerke auf bis zu 767 Millionen Euro im Jahr. - Quelle: http://www.bund.net