25.11.2014

Kreistagsmehrheit setzt ein Zeichen gegen den Sparirrsinn und stimmt für die Weiterführung der Schulsozialarbeit - Wird Marl jetzt Rechtsmittel gegen den Beschluss einlegen?

Im Recklinghäuser Kreistag haben SPD und Grüne endlich einmal den Mut bewiesen, den z.B. die politische Mehrheit in Marl aber auch in allen anderen Städten des Kreises nicht aufgebracht haben: sie haben gegen das Diktat des Sparhaushalts verstoßen und die vorläufige Weiterführung der Schulsozialarbeit beschlossen. Dafür 'Hut ab'! Eine längst fällige Entscheidung im Sinne des zivilen Ungehorsams, die von den Law-and-order-Vertretern der CDU, FDP und UBP natürlich als Gesetzeswidrigkeit bezeichnet wird und deshalb abgelehnt wird. In die gleiche Kerbe schlägt im Kreisteil der Marler Zeitung der Kommentator, indem er den finanziellen Aspekt als den einzig richtigen bezeichnet und allen Ernstes meint, man solle doch gefälligst "einen Schlussstrich unter die Schulsozialarbeit ziehen". In welcher sozialen Wirklichkeit bewegen wir uns eigentlich? Wird jetzt vielleicht die Mehrheit des Marler Stadtrates, die ja ebenfalls für die Finanzen und gegen die soziale Notwendigkeit gestimmt hat, die Opposition im Kreistag unterstützen und Rechtsmittel gegen den Kreistagsbeschluss einlegen?