Bald werden neue Saiten aufgezogen!

Photo: Der antike Sänger Orpheus, der mit seinem Gesang und Zitterspiel selbst Götter erweichte und in die Unterwelt hinabsteigen durfte, sich aber dummerweise umschaute und seine geliebte Eurydike auf immer verlor. Zu sehen im Skulpturenpark am Marler City-See.

Eine Universität für Marl

Der Idee für eine Emscher-Lippe-Universität in Marl hat die Initiative erste Taten folgen lassen. Sie ist als Projektvorschlag bei der Ruhrkonferenz eingereicht. Wie unsere Zeitung berichtete, hat die Landesregierung mit der Ruhrkonferenz ein Forum geschaffen, in der auch Bürger wegweisende Ideen für das Ruhrgebiet einreichen können. Über 280 Projektvorschläge von mehr als 3300 Bürgern sind über die Onlineplattform www.dialog.ruhr-konferenz.nrw eingegangen. Ursprünglich sollte die Dialogplattform nach vier Monaten zum Jahresende geschlossen werden. Jetzt bleibt sie bis auf Weiteres geöffnet. Die Marler haben ihren Projektvorschlag für das Themenforum „Strahlkraft und Wirkung der Wissenschaftslandschaft erhöhen" angemeldet, das von der Wissenschafts- und Kulturministerin des Landes, Isabel Pfeiffer-Poensgen, moderiert wird. Ab 2020 sollen erste Leitprojekte der Ruhrkonferenz entwickelt werden. - Quelle: Marler Zeitung vom 12.02.2019

Ähnlich wie der Gelsenkirchener Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) Anfang des Jahres erklärt hatte, sehen die Vertreter der Marler Initiative in der Region viel Potenzial für eine Emscher-Lippe-Universität. Marl bietet sich aus ihrer Sicht als Wissenschaftsstandort geradezu an. „Die Fernuniversität Hagen hat ihr Büro in Marl geschlossen, die FOM (Hochschule für Oekonomie & Management) läuft aus. "Aber wir brauchen hier vor Ort dringend Bildung und Zukunftsperspektiven für junge Leute, damit sie nicht abwandern, um zu studieren und sich beruflich zu orientieren", so begründet Paul Wagner, Mitgründer von „Zukunft findet Stadt", warum er sich für die Idee stark macht. „Jetzt werfen wir den Hut in den Ring", ergänzt Kurt Langer.

Chemie, Medizin und Medien bieten sich an

Als wissenschaftliche Themenfelder böten sich Bereiche an, die bereits jetzt in der Stadt große wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung haben: Chemie, Medizin, Medien, Architektur und Kultur. Bei all diesen Themen seien Möglichkeiten für Netzwerke schon vorhanden – durch den Chemiepark, die beiden Krankenhäuser, das Grimme-Institut und die Architekturinitiative Ruhrmoderne zum Beispiel.

 

15.01.2018

Künstler als Radkappensammler

Am Sonntagnachmittag wurde die Blumenvase am Treppenaufgang zum Sitzungstrakt des Marler Rathauses mit einem neuen Blumengesteck gefüllt. Der Aktionskünstler Martin Kaltwasser hatte zwischen Lenkerbeck und Marl Mitte im vergangenen Sommer Radkappen gesammelt und diese zu Blumen aufbereitet. Kaltwasser und Gäste bestückten die Fleurs-du-mal-Vase von Kuball, den Schlusssong des Musicals 'Let the sun shine' singend, mit dem ungewöhnlichen Arrangement.

22.04.2018

Neues Gespann

Beim 24. Almauftrieb war eigentlich alles so wie immer. Kinder traten in Aktion - dieses Mal der Pestalozzi-Grundschule -, die Bury-Kühe wurden vom THW verladen und per Schlauchboot auf die Insel gerudert, es gab Würstchen vom Grill und das Wetter war gut. Nur die sonst meist braunen Pferde waren dieses Mal Schimmel und auf dem Kutschbock saß eine Frau. Es war mal wieder sehr schön! Am Rande versprach der Bürgermeister für den 25. Auftrieb etwas besonderes.

14.01.2018

Museum präsentiert Weg zum Rad

Der aus Marl stammende Aktionskünstler Martin Kaltwasser stellte am Sonntagnachmittag bei der Finissage seiner Ausstellung 'Autovisions' noch einmal seine Motivation dar, die ihn dazu gebracht, in einem transformatorischen Akt Autos in Fahhräder umzuwandeln. Laut Kaltwasser ist die Erfindung des Fahrrads der effektivste Weg, sich mit bloßer Muskelkraft und ohne Ressourcenverbrauch fortzubewegen. Zur Demonstration hatten die Besucher Gelegenheit im Museum Rad zu fahren. Als erster machte Museumsleiter Georg Elben von diesem Angebot Gebrauch.