30.04.2017

Jahnstadion: Statt Bebauung naturnahe Nutzung

Die alten Baumbestände sind auch aufgrund ihrer zahlreichen Funktionen unbedingt zu erhalten, so dass eine wohnraumliche Entwicklung allenfalls im direkten Bereich des Jahnstadions (Sportplatzfläche und Zuschauerränge) sowie in einem unmittelbar davor gelegenen schmalen Streifen entlang der Otto-Hue-Straße erfolgen kann. Gegenüber der Sportplatznutzung ist dies allerdings mit einer Intensivierung der Nutzung und damit verbundenen Folgen wie Zunahme von Lärm und Luftschadstoffen, erhöhte Wärmeabstrahlung, Ansammlung von Müll und Gartenabfällen etc. verbunden. Vor dem Hintergrund der Schutzwürdigkeit der Grünfläche sollte daher von einer Bebauung abgesehen und verstärkt über eine extensivere/naturnahe Nutzung der Fläche nachgedacht werden, z.B. Anlage eines großen Schulgartens und/oder Entwicklung verschiedener Biotopstrukturen (in Verbindung mit Waldbiotopen) als Anschauungsobjekte für die Umweltbildung oder aber die Entwicklung von Wald als Kompensationsmaßnahme.  

Im Falle einer Bebauung ist ein Schutzstreifen von 35 Meter Breite zwischen Waldbestand und Gebäudegrenze zu berücksichtigen. Mindestens sollten etwa 20 Meter dieses Streifens für einen naturnahen Waldrandaufbau genutzt werden, der dann auch als Puffer fungieren kann. - Zitat aus dem "Grünordnungsrahmenplan der Stadt Marl" aus dem Jahre 2006