15.03.2017

  

Marl ist kein Einzelfall: Viele Städte haben Personal abgebaut, das nun dringend benötigt wird - Foto: Das Bauamt der Stadt Marl in der Liegnitzer Straße

Bis das Bauamt die Genehmigung erteilt, können Monate ins Land gehen. In vielen Behörden stapeln sich die Anträge, weil in Zeiten niedriger Zinsen fleißig gebaut wird. Doch die Arbeit in Deutschlands Bauämtern verteilt sich auf immer weniger Mitarbeiter, berichtet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach ist die Zahl der Beschäftigten, die Bauanträge prüfen und städtische Bauten planen, von 1991 bis 2011 um etwa 35 Prozent zurückgegangen. Bis 2015 wurden, mit neuer Zählweise, weitere neun Prozent des Personals abgebaut. - Quelle: http://www.sueddeutsche.de

23.02.2017

Stadt plant für 3. Logistikunternehmen: Fläche zwischen Chemie und Sickingmühle wird aufbereitet

Getreu dem bekannten Vorgehen "Erst die Presse, dann die Politik" wurde den politischen Vertretern im 'Arbeitskreis Strukturwandel' die neuesten Planungen im Rahmen der Machbarkeitsstudie für das Areal des ehemaligen Bergwerks AV 3/7 vorgestellt. Danach verlagern sich neuerdings die Handlungsschwerpunkte in den nördlichen Bereich des Brachgeländes mit der ehemaligen Kraftwerksfläche, der ehemaligen Halde und dem kanalnahen Hafenbereich. Dort soll durch eine Nivellierung der Halde ein ca 4 Meter hohes Plateau geschaffen werden, bei dem vorrangig an die Ansiedlung von Logistikunternehmen gedacht wird. Der Aufstellungsbeschluss für einen dementsprechenden Bebauungsplan soll bereits im März im Stadtplanungsausschuss gefasst werden. Vorläufig ungeklärt ist die verkehrliche Anbindung; ein neues Gutachten soll weiter helfen.

16.02.2017

  

Mehrheit ignoriert Meinung der 'Alten Schmiede' und konstruiert Freiwilligkeit - Die Klinik soll wachsen 

Seit einiger Zeit versucht die Verwaltung mit Unterstützung aller Fraktionen außer der Wählergemeinschaft, die Arbeitsloseninitiative 'Alte Schmiede' von ihrem angestammten Standort in Hüls zu vertreiben und sie in die aktuell leerstehende Carl-Sonnenschein-Schule in Brassert umzusiedeln. Trotz einstimmigen Vorstandsbeschlusses und einstimmigen Votums der Mitgliederversammlung gegen den Umzug, behauptet die Verwaltung, die 'Alte Schmiede' habe den 'Wunsch geäußert', dort (in der Carl-Sonnenschein-Schule) ihre bisherige soziale Arbeit fortzuführen bzw. auszuweiten. Die Wählergemeinschaft beantragte jetzt im Hauptausschuss, diesen unrichtigen Passus aus der Begründung zur Änderung des Bebauungsplans zu streichen. Bürgermeister Werner Arndt die große Mehrheit des Ausschusses ignorierten die irrige Aussage und blieben bei der falschen Darstellung.

20.02.2017

  

Offener Brief an den Landrat, Herrn Süberkrüb, und den Marler Bürgermeister, Herrn Arndt

Nachdem sich Stadt und Kreis die Zuständigkeit in Sache Reaktion auf einen möglichen Gau der grenznahen belgischen Atomkraftwerke Tihange und Doel gegenseitig zuschieben und die gewünschte Antworten auf konkrete Fragen nicht geben wollen oder können, macht der Marler Bürger Rolf Schumann einen erneuten Anlauf. In einem Offenen Brief konkretisiert er noch einmal seinen Fragenkatalog. - Wir drucken den Brief im Wortlaut ab. Lesen Sie weiter!

12.02.2017

 

Seveso-III-Richtlinie: TÜV-Gutachten lässt Stadtplaner aufatmen 

Die von vielen befürchteten großen Sicherheitsabstände zum Marler Chemieunternehmen sind nach der Beurteilung des bekanntermaßen industrienahen Prüfunternehmen drastisch geschrumpft. Für die Planungen der Stadt ergeben sich dadurch praktisch überhaupt keine Einschränkungen. Aus der Sicht des Gutachters sind deutsche Chemieanlagen auf einem besonders hohen Sicherheitsstandard, der Befürchtungen bzgl. des Gefahrenpotentials solcher Anlagen auf ein Minimum reduziert. Der Gutachter musste allerdings auf Nachfrage zugeben, dass Störungen und Unfälle natürlich nicht ausgeschlossen werden können. Der Vertreter der grünen WG m Ausschuss kommentiert diese Darstellung, indem er sie mit der bekannten Aussage verglich 'Die deutschen Atomkraftwerke sind sicher'.