Wählergemeinschaft beantragt Fahrradverleih am Marler Stern

 

In einem Antrag an den Rat der Stadt Marl beantragt die Wählergemeinschaft zu prüfen, ob ein Fahrradverleih am Marler Stern in zukunft möglich ist. Ausgehend von der aktuellen Ausstellung "The hot wire" die täglich Besucher von auswärts anlockt und eine große Medienpräsenz für die Stadt Marl bedeutet, scheint eine Fahrradausleihe wie in Münster eine erfolgversprechende Idee zu sein. Kulturtouristen könnten dann mit dem Fahrrad die weiter auseinanderliegenden Gebäude und Kunstwerke abfahren und besichtigen. Neben dieser klimafreundlichen Alternative, Kunst in Marl zu erleben, bedeutet es auch eine Aufwertung der stadt Marl im Punkt Fahrradfreundlichkeit. Abgestimmt und diskutiert wird unser Antrag in der Ratsitzung am 6. Juli.

Kein prima Klima in Marl - Mangelnde Berufsaussichten in der Marler Stadtverwaltung führten bereits zur 2. Kündigung

Mit dem Weggang des zu 95% aus Mitteln des Bundesumweltamtes bezahlten Klimaschutzmanagers der Stadt Marl, Lars Thede, verlässt bereits der 2. Stelleninhaber seinen Posten. Lars Thede, der zuletzt noch das Stadtradeln in Marl organisierte, hat die Verwaltung zum 1. Juni bereits wieder verlassen. Insgesamt wird die Stelle nur für 3 Jahre vom Bund gefördert; danach müsste die Stadt die Stelle finanzieren, womit jedoch kaum zu rechnen ist. Die Kündigungen der beiden jungen Leute liegt in der Logik der beruflichen Aussichtslosigkeit in Marl. Die Nachfrage des Vertreters der grünen Wählergemeinschaft im Betriebsausschuss ZBH, der bekanntlich ja auch für das städtische GRÜN zuständig ist, blieb unter diesen Voraussetzungen natürlich auch ohne konkrete Auskunft. Klar ist, dass die Stelle nun neu ausgeschrieben werden muss; da das damit verbundene Verfahren mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden ist, darf wohl kaum damit gerechnet werden, dass es noch einen Bewerber geben wird. Der noch verbleibende Zeitraum der Förderung dürfte gegen null tendieren.

Grüne WG weist auf Missstände hin und fordert Abhilfe

Nach dem naturnahen Ausbau und der damit verbundenen Verlegung des Loemühlenbaches ist zwar die Hochwassergefahr für die Anlieger des Bachtales beseitigt, das verbliebene ehemalige Bachbett befindet sich jedoch in einem außerordentlich schlechten Zustand. Zwischen dem Gänsebrink und der Bachstrecke westlich der Bachstraße leidet Bach unter Wassermangel, weil ihm vom aktuellen Hauptfließgewässer nicht genügend Wasser zugeleitet wird. Die Folge ist, dass der im Bereich des Cafés Tudyka noch vorhandene Fischbestand (vermutlich Moderlieschen) durch Austrocknung immer wieder gefährdet wird; das ist auch aktuell wieder der Fall. Der weitere Bachverlauf zwischen den beiden Brücken (parallel zu Kaufland) ist von diversen Wildkräutern so stark zugewachsen, dass er als Wasserlauf überhaupt nicht mehr erkennbar ist. Der nach Aussage des ZBH jährlich zweimalige 'Pflegeschnitt' ist wohl zu sparsam bemessen und hinterlässt, wenn er schon durchgeführt wird, wegen des Einsatzes von schwerem Gerät deutlich erkennbare Spuren in den Böschungen. Wir fordern eine intensivere Kontrolle des Wasserstandes, um so zumindest den Fischbestand nicht zu gefährden, und eine intensivere, aber auch rücksichtsvollere Pflege des Bachbettes bzw. der Böschungen. Auch sollte das Kaufhaus angehalten werden, die augenscheinlich aus seinem Warenverkauf stammenden Abfälle im unmittelbaren Umwelt regelmäßiger zu beseitigen.

Ein Anfangserfolg: Marler Radler auf dem 59. Platz

Ein Zeichen für den Klimaschutz und für einen Mensch und Umwelt schonenden Verkehr haben die 13 Teams gesetzt, die an der Aktion Stadtradeln in Marl teilgenommen haben und die drei Wochen dauerte. Das Team Grüne Raupe der Wählergemeinschaft Die Grünen Marl war mit 16 Teilnehmern das zweitgrößte. Die Team-Mitglieder legten insgesamt 1.891 km zurück und sparten so 268,5 kg umweltbelastendes CO2 ein. Bei der gesamten Aktion kamen 10.195.483 Kilometer zusammen; Teilgenommen haben 60.888 Menschen. Marler haben 216,9 Kilometer pro Teilnehmer zusammengestrampelt, aber nur 464 Meter pro Einwohner erreicht. Für eine 'radelnde' Stadt herzlich wenig.

Der Marler macht sich oft klein. Da komme ich als Auswärtiger und sage: Das ist irre, was ich hier sehe. Es ist ein Schatz, den Sie hier haben.