03.03.2017

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Immer noch kein Integrationskonzept - Röttgershof endlich abreißen? - Zuviel Pflegeplätze in Marl

Eine peinliche Erklärung musste gestern Bettina Hartmann, Vorsitzende des Sozialausschusses, den Mitgliedern des Ausschusses abgeben. Trotz mehrfacher Mahnungen und Forderungen, besonders von Seiten der Grünen Wählergemeinschaft, war bisher die Integrationsbeauftragte der Stadt Marl, Jennifer Radscheid, nicht in der Lage das Integrationskonzept vorzulegen. Da das Konzept, welche das Zusammenleben der Menschen in unserer Stadt, besonders mit den neuen hinzugekommenen Flüchtlingen, regeln soll, seit fast zwei Jahren von Frau Radscheid nicht geliefert wird, fragt man sich, mangelt es an Kompetenz oder steckt einfach Desinteresse oder Faulheit dahinter? Und wer ist eigentlich der Vorgesetzte von Frau Radscheid in der Stadtverwaltung?
Angesichts der Tatsache, dass die Stadt Marl ca. 500 Plätze in Sammelunterkünften für Flüchtlinge bereit hält, belegt sind ca. 150, stimmte der Ausschuss mit Mehrheit, bei Enthaltung der SPD-Mitglieder, dafür zu prüfen, ob der Röttgershof, die heruntergekommene Flüchtlingsunterkunft, überhaupt noch saniert werden sollte und ob es nicht sinnvoller sei, dass Gelände einer anderen Nutzung zuzuführen. Bekanntlich wird der Röttgershof noch im März freigezogen; die Bewohner werden auf AV 1/2 untergebracht.
Die Vorstellung des Alten- und Pflegepersonal zeigte, dass Marl einen Überhang von ca. 100 stationären Plätzen und 10 Pflegeheime hat, trotzdem wird ein weiteres in privater Trägerschaft an der Bergstrasse gebaut.