Bericht soll Basis sein für sozialpolitische Maßnahmen in den Stadtteilen

Mit Bezug auf die Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände im Kreis Recklinghausen zum Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung fordert die Fraktion der Grünen WG die Erstellung eines Sozial- und Familienbericht für die Stadt Marl. Die Ergebnisse des Berichts sollen Informationen liefern über die soziale Lage in den einzelnen Stadtteile und als Basis dienen für evtl. zu ergreifende Maßnahmen, um sozile Schieflagen zu mildern oder zu beseitigen. - Lesen Sie den Antrag im Wortlaut!

28.04.2017

Luftnummer: Integrationskonzept ohne Konzept - Ehemalige Integrationsbeauftragte legt Papier vor

Die Sozialausschusssitzung befasste sich in seiner Donnerstagsitzung mit dem sog. Integrationskonzept, das von Jennifer Radscheid endlich nach mehreren Ermahnungen vorgelegt worden ist. Vorallem der Vertreter der Grünen Wählergemeinschaft kritisierte das Papier als luftleere Blas, weil darin keinerlei konkreten Ziele oder Maßnahmen genannt werden. Marl benötigt dringend ein Konzept zur Integration von Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund, in dem geregelt wird, wie wir künftig in dieser Stadt zusammenleben wollen; es ist traurig, dass die Verwaltung dieses Thema in letzter Zeit so vernachlässigt hat. Dieser Kritik schlossen sich fast alle Fraktionen an. Gleichzeitig war zu erfahren, dass Jennifer Radscheid seit dem 1. März keine Integrationsbeauftragte mehr ist, sondern andere Aufgaben in der VHS wahrnimmt. Da drängt sich die Frage auf, warum diese wichtige Stelle nicht schon längst neu ausgeschrieben oder neu besetzt worden ist.

19.01.2017

Flüchtlingsunterkunft Röttgershof wird im März freigezogen 

Es geschehen noch Zeichen und Wunder und ein Hauch von Menschlichkeit und Empathie für Flüchtlinge scheint in die führenden Köpfe der Stadt Marl eingezogen zu sein. So verkündete heute im Sozialausschuss, der im Julie-Kolb-Seniorenzentrum tagte, Frau Duka (Dezernentin) und Herr Albers (Sozialamtsleiter), dass der Röttgershof, die desolate,verschimmelte, menschunwürdige Sammelunterkunft für Flüchtlinge an der Langenbochumer Straße am Rande von Marl, im März freigezogen wird. Verwunderlich ist, warum man im Oktober 2016 noch den Antrag der Grünen Wählergemeinschaft abgelehnt hatte, den Röttgershof zu schließen. 

Momentan sollen dort noch 65 Asylbewerber untergebracht sein. Nach unseren Recherchen sind es nur noch ca 30 Personen. Diese sollen in die im November fertiggestellte und frisch renovierte Sammelunterkunft auf dem Gelände von AV 1/2 in ein paar Wochen übergesiedelt werden. Bisher wohnt dort noch kein einziger Flüchtling. 

Offenbar haben die jahrelangen Proteste gegen diese miese Unterkunft in den Köpfen der Verwaltung doch Wirkung gezeigt.

03.03.2017

Kontaktbild 

Immer noch kein Integrationskonzept - Röttgershof endlich abreißen? - Zuviel Pflegeplätze in Marl

Eine peinliche Erklärung musste gestern Bettina Hartmann, Vorsitzende des Sozialausschusses, den Mitgliedern des Ausschusses abgeben. Trotz mehrfacher Mahnungen und Forderungen, besonders von Seiten der Grünen Wählergemeinschaft, war bisher die Integrationsbeauftragte der Stadt Marl, Jennifer Radscheid, nicht in der Lage das Integrationskonzept vorzulegen. Da das Konzept, welche das Zusammenleben der Menschen in unserer Stadt, besonders mit den neuen hinzugekommenen Flüchtlingen, regeln soll, seit fast zwei Jahren von Frau Radscheid nicht geliefert wird, fragt man sich, mangelt es an Kompetenz oder steckt einfach Desinteresse oder Faulheit dahinter? Und wer ist eigentlich der Vorgesetzte von Frau Radscheid in der Stadtverwaltung?
Angesichts der Tatsache, dass die Stadt Marl ca. 500 Plätze in Sammelunterkünften für Flüchtlinge bereit hält, belegt sind ca. 150, stimmte der Ausschuss mit Mehrheit, bei Enthaltung der SPD-Mitglieder, dafür zu prüfen, ob der Röttgershof, die heruntergekommene Flüchtlingsunterkunft, überhaupt noch saniert werden sollte und ob es nicht sinnvoller sei, dass Gelände einer anderen Nutzung zuzuführen. Bekanntlich wird der Röttgershof noch im März freigezogen; die Bewohner werden auf AV 1/2 untergebracht.
Die Vorstellung des Alten- und Pflegepersonal zeigte, dass Marl einen Überhang von ca. 100 stationären Plätzen und 10 Pflegeheime hat, trotzdem wird ein weiteres in privater Trägerschaft an der Bergstrasse gebaut.

04.11.2016

Warum werden in der Schrottimmobilie Röttgershof immer noch Flüchtlinge untergebracht? - Foto: Die neue Sammelunterkunft steht im Schatten der Fördertürme der ehem. Auguste Victoria 

Der Sozialausschuss besichtigte gestern vor der Sitzung die neue Sammelunterkunft für Flüchtlinge in Hüls auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Auguste Victoria. In dem großen Gebäude sind Plätze für ca. 150 - 200 Flüchtlinge geschaffen worden. Die Ausstattung entspricht dem Standard für solche Gebäude, vorallem sind das Erzählcafe und die Küche erwähnenswert. Alle Räume sind frisch renoviert. Momentan ist dort aber noch kein einziger Flüchtling untergebracht worden.