23.05.2015

Kein Schulbus für Flüchtlingskinder - Aus Kostengründen abgelehnt - Stattdessen Linienbusfahren mit ehrenamtlicher Begleitung

Am Mittwoch tagte der Schulausschuss. Ein Thema auf der Tagesordnung war eine neue Ausschreibung für den Einsatz von Schulbussen für Unterrichtsfahrten zu den Lehrschwimmbecken und den Transport von Primarstufenkindern zur Förderschule. In diesem Zusammenhang regte unsere Vertreterin im Schulausschuss an, dass auch der Einsatz eines Schulbusses für Grundschulkinder, die in der Flüchtlingsunterkunft Röttgershof untergebracht sind, in die Auftragsvergabe eingeschlossen wird. Gerda Brünger-Rath begründete diese Überlegungen der WG Die Grünen damit, dass die nächste Grundschule über 2 km vom Röttgershof entfernt ist. Diese Entfernung sei für GrundschülerInnen als fußläufiger Schulweg zu weit - auch laut Gesetzgeber. Andererseits könne es den Kindern aber nicht zugemutet werden, ohne Begleitung von Eltern (die mit Sicherheit nicht über das nötige Fahrgeld fürs Mitfahren verfügen) und ohne ausreichende Sprachkenntnisse Linienbusse zu benutzen, um ihre Grundschulen zu erreichen. Deshalb solle ein Schulbus eigesetzt werden. Die Schulverwaltung wies diesen Vorschlag ab mit der Begründung, dass dadurch ganz erhebliche zusätzliche Kosten für nur wenige betroffene Kinder entstünden, die als sogenannte „freiwillige Leistung" an anderer Stelle eingespart werden müssten. Von den anderen Fraktionen erhielt unsere Schulpolitikerin keine Unterstützung – sie schwiegen dazu.

Immerhin sollen nun – so der Vorschlag der Schuldezernentin – verstärkt ehrenamtliche HelferInnen dazu angeregt werden, die betroffenen Grundschulkinder während der Fahrt mit dem Linienbus zu begleiten. Wenn das erreicht werden könnte, wäre es sicherlich eine große Hilfe und Erleichterung für die Flüchtlingskinder im Röttgershof – deshalb stimmte unsere Vertreterin diesem Vorschlag zu.

20.05.2015

Was passiert mit den Sly Dogs, wenn das Jahnstadion bebaut wird? - (Foto: Tribünemast im Jahnstadion)

In dieser Woche findet eine Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport statt. Befassen wird sich das Gremium u.a. mit einem Sachstandsbericht über das Vereinsheim TuS 05 Sinsen/DJK Lenkerbeck; informiert wird auch über Baumaßnahmen des Vereins Sly Dogs Marl e.V. im Jahnstadion. Zudem gibt es einen Antrag der CDU, Haushaltsmittel für die Planung eines Neu-bzw. Anbaus an der Martin-Luther-King- Gesamtschule einzustellen. Auch die Ausschreibungen im Rahmen des Schülerspezialverkehrs – das sind die Busfahrten der SchülerInnen zu den Lehrschwimmbecken und zum Hallenbad am Badeweiher sowie der Transport von PrimarstufenschülerInnen zur Heinrich-Kielhorn- Förderschule - stehen auf der Tagesordnung. Und es werden die aktuellen diesjährigen Anmeldezahlen zu den weiterführenden Schulen vorgestellt. - Der Ausschuss tagt am Mittwoch, 22.04. um 16°° Uhr in der Tennishalle Obersinsen, Schulstraße.

15.12.2014

Schuldezernentin: Beteiligung ab 2017 möglich, aber weiterhin Vorbehalte wegen zu schmaler Personaldecke der Verwaltung

Nochmals auf der Tagesordnung der Schulausschusssitzung stand der Antrag der WG Die Grünen zur Bildungsinitiative RuhrFutur, deren vorrangiges Ziel es ist, langfristig das Bildungsniveau im Ruhrgebiet deutlich zu verbessern und den engen Zusammenhang von Bildung und sozialer Herkunft aufzubrechen. In einem mündlichen Bericht führte die Schuldezernentin dazu aus, dass ab 2017 für Marl die Möglichkeit bestehen könnte, dieser Initiative beizutreten und sich in den Netzwerken an verschiedenen Projekten zu beteiligen. Unser Schulausschussmitglied Gerda Brünger-Rath wies noch einmal darauf hin, dass die Teilnahme Marls an der Initiative RuhrFutur als ein wichtiger Beitrag zu einer erfolgreichen Bildungspolitik zu sehen sei. Diese Einschätzung wurde im Schulausschuss von den anderen Fraktionen geteilt; allerdings wies die Schuldezernentin wieder auf die mangelnden personellen Ressourcen im Schulverwaltungsamt hin, woran letztendlich eine Teilnahme scheitern könnte.

26.02.2015

Verwaltung und politische Mehrheit zeigen wenig Interesse an Umwandlung der Konfessionsschule in eine Gemeinschaftsschule - Hauptschule an der Wiesenstraße behält Status Quo

In der Schulausschusssitzung am Mittwoch wurde den SchulpolitikerInnen der Gesetzentwurf der Landesregierung vorgestellt, der die vereinfachte Umwandlung von Bekenntnisschulen in Gemeinschaftsschulen vorsieht. Da in Marl demnächst nur noch eine Hauptschule existieren wird, und zwar als katholische Bekenntnisschule, kann bei der zukünftigen Schulwahl davon ausgegangen werden, dass die Schule nicht wegen ihrer konfessionellen Ausrichtung gewählt wird und somit als „katholische" Schule nicht die Mehrheit ihrer SchülerInnen in Bezug auf deren Konfession widerspiegelt. Deshalb regte unsere schulpolitische Sprecherin Gerda Brünger-Rath im Ausschuss an, die Umwandlung in eine Gemeinschaftshauptschule schon jetzt ins Auge zu fassen und Aufklärungsarbeit in der Elternschaft zu initiieren, damit alle Eltern gut informiert an einem Abstimmungsverfahren teilnehmen können. Doch diese Anregung wollte die Verwaltung nicht aufgreifen, sondern zunächst abwarten; und auch die anderen Fraktionen scheinen bislang keinen Handlungsbedarf zu erkennen, sie schwiegen dazu. Dabei ist der Stichtag, sollte die Schule im Schuljahr 2016/2017 in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt werden, der 10.Januar 2016 – eine im Schulalltag neben all den anderen schulischen Belangen und Abläufen recht kurze Zeit für die notwendige Informationsarbeit und Motivation zur Elternbeteiligung.

12.12.2014

Grüne WG: Überflüssige Unterbrechung wegen Weigerung der politischen Mehrheit

Einen Bericht zum aktuellen Stand der Schulsozialarbeit gab es im Schulausschuss. Die Schuldezernentin informierte darüber, dass es nun doch möglich sei, die Schulsozialarbeit an den bisher schon mit Schulsozialarbeiterinnen unterstützten Schulen weiterzuführen – zunächst für drei Jahre. Das Land und der Kreis Recklinghausen übernehmen die Kosten dafür. Das Hin-und Herschieben der finanziellen Verantwortung zwischen Bund, Land und Kommunen im Vorfeld hat allerdings dazu geführt, dass sechs der sieben an den Marler Schulen eingesetzten Sozialarbeiterinnen sich wegen des Auslaufens ihrer Verträge anderweitig orientiert haben und deren Stellen nun neu ausgeschrieben und besetzt werden müssen. Gerda Brünger-Rath als Vertreterin der WG Die Grünen im Schulausschuss kritisierte, dass dadurch die wichtige, unverzichtbare Arbeit in den Schulen eine Unterbrechung erfahren muss. Die Stadt Marl als Arbeitgeberin –unterstützt von den PolitikerInnen – hätte sich nach unserer Einschätzung konsequenter und aktiver für die Weiterbeschäftigung der Betroffenen einsetzen müssen. Stattdessen aber wurde beispielsweise unser Antrag: „ Der Schulausschuss appelliert dringlichst an den Regierungspräsidenten, der Stadt Marl eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen, die auslaufenden Schulsozialarbeiterstellen in den städtischen Stellenplan übernehmen zu können, ohne dabei unter die Bedingungen des Stärkungspaktes zu fallen" wie wir bereits berichteten, im Schulausschuss mehrheitlich abgelehnt.