20.06.2014

 BUND-Analyse: 468 Millionen Euro für RWE-Klimakiller durch EEG-Reform

Die RWE-Braunkohlenkraftwerke und Tagebaue im Rheinland profitieren in erheblichem Maße von Rabatten bei der EEG-Umlage. Nach einer Analyse des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlanals Geldgrubed (BUND) spart der Energiemulti durch das so genannte Eigenstromprivileg pro Jahr fast eine halbe Mrd. Euro. Damit würde ausgerechnet die klimaschädlichste Form der Energieerzeugung massiv entlastet. „RWE kann sich so auf Kosten der Allgemeinheit vor einem Beitrag zur Finanzierung der Energiewende drücken", kritisierte Dirk Jansen, NRW-Geschäftsleiter des BUND. „Dass die Bundesregierung diese Privilegien für die größten Klimakiller in Deutschland mit der EEG-Reform sogar im Gesetz verankert, ist ein Skandal." - Quelle und mehr: http://www.bund-nrw.de.

Laut Berechnungen des BUND erhalten die vier großen NRW-Braunkohlekraftwerke Frimmersdorf, Neurath, Niederaußem und Weisweiler durch die Ausnahme von der EEG-Umlagepflicht jährlich Begünstigungen in Höhe von etwa 340 Mio. Euro. Die vier RWE-Braunkohlenmeiler sind mit einem jährlichen Kohlendioxidausstoß von 85 Millionen Tonnen (2013) für etwa 10 Prozent der gesamten deutschen CO2-Emissionen verantwortlich. Das Kraftwerk Niederaußem führt dabei mit einer Kostenersparnis von 118 Mio. Euro im Jahr die Rangliste der größten Profiteure des EEG an, dicht gefolgt vom Kraftwerk Neurath mit insgesamt 113 Mio. Euro. „Am höchsten entlastet werden dabei ausgerechnet die ineffizientesten alten Kraftwerksblöcke aus den 1960er und 1970er Jahren", sagte die BUND-Energieexpertin Daniela Setton. „Damit bleibt der Weiterbetrieb der Altanlagen lukrativ und der Klimaschutz wird konterkariert." Dazu profitierten die Braunkohlentagebaue Garzweiler, Inden und Hambach mit etwa 128 Mio. Euro pro Jahr von der Umlage-Befreiung.