• Mitmachen bei der Vogelwahl

    Wer wird Vogel des Jahres 2021?

     

    Bereits seit 1971 küren NABU und LBV den „Vogel des Jahres" – doch zum 50. Jubiläum ist alles anders: Erstmals ruft der NABU die Bevölkerung dazu auf, den „Vogel des Jahres" 2021 selbst zu wählen. Machen Sie mit und nominieren Sie Ihren Lieblingsvogel. - Mehr unter http://www.nabu.deHYPERLINK "https://www.vogeldesjahres.de/"

     
  • Absage trotz Zugeständnissen

    Kreis-SPD kritisiert Bündnisgrüne

     

    Wenig Verständnis für das schwarz-grüne Bündnis auf Kreisebene zeigt die SPD. Wie Frank Schwabe in der Marler Zeitung für die Kreis-SPD erklärt, hätten sowohl SPD als auch Die Linke den Kreisgrünen "weitreichende Angebote" gemacht, die eine "sozial und ökologisch" ausgerichtete Politik ermöglicht hätten. Auch in Marl wäre eine rot-grün-rote Mehrheit möglich, wird aber wohl nicht zustande kommen. Die Marler Bündnisgrünen haben sich dem Vernehmen nach bereits auf ein Zusammengehen mit der CDU und der FDP verständigt, was anders als im Kreistag aber nicht zu einer Mehrheit reicht. - Bild: den Kreisgenossen sträuben sich die Haare.

     
  • Bahn- und Straßennetz

    Wussten Sie, .....

    ....dass das deutsche Bahnnetz seit der Bahnreform 1994 von 41 000 auf 33 000 Kilometer zurückging und das Autobahnnetz von 11 000 auf 13 000 Kilometer zulegte? Wussten Sie, dass das gesamte Straßennetz fast 230.000 Kilometer lang ist? - Foto: Stiefkind Deutsche Bahn

     

Josefa-Lazuga-Allee wird für Autos geöffnet

Nun hat auch der Rat entschieden : Die Josefa-Lazuga-Alle wird auf Anordnung des Investors für den Autoverkehr geöffnet und es werden Parkplätze auf dem Creiler Platz erstellt. Widerstand leistet im Rat ausschließlich die Fraktion der Wählergemeinschaft, sie appelierte erfolglos an die SPD, ihren Beschlüssen des Verkehrsparteitages auch Taten folgen zu lassen. Aber der einstimmige Beschluss des Stadtparteitages, die Innenstädte vom Verkehr zu entlasten, wurde nicht umgesetzt. Am Ende gab es nur 4 Gegenstimmen.

Das Abstimmungsergebnis im Einzelnen :
Gegen den Autoverkehr auf der Josefa-Lazuga-Allee und dem Creiler Platz : Wählergemeinschaft Die Grünen, DIE LINKE
Dafür : SPD, CDU, BUM/FDP, Bündnis 90
Nicht mehr an der Sitzung teilgenommen : WIR, UBP

Ignoranz der Mehrheitsfraktion

Einen Prüfauftrag zur Einrichtung einer Fahrradverleihstation hatte die grüne Wählergemeinschaft im Rat gestellt - einzig die SPD war dagegen und verhinderte so ein weiteres Stück Fahrradfreundlichkeit in Marl. Hier kamen bei der Abstimmung zwei Dinge zusammen : Die Prämisse alle Anträge der Wählergemeinschaft ohne Rücksicht auf Inhalte abzulehnen und die konsequent fahhradfeindliche Haltung der SPD-Ratsfraktion. Die Wählergemeinschaft hatte vorgeschlagen, den kulturinteressierten Besuchern Marls einen Fahrradverleih zur Verfügung zu stellen. Analog des Beispieles Münster könnten so etwas weiter entfernte Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Scharounschule, der Klinikpark oder das Heimatmuseum bequem, umweltfreundlich und gesundheitsfördernd erreicht werden. Kosten entständen keine und eine Prüfung unseres Antrages hätte auch nicht die Personalkapazitäten der Verwaltung gesprengt. Trotzdem hatte unser Antrag bei den SPD-Genossen keine Chance. "Wir können Marl nicht mit Münster vergleichen" war das starke Argument der Sozialdemokraten. Ein ausführliches Referat von Lothar Schubert zum Thema Mobilitätskonzept war zu hören, "Thema verfehlt - ungenügend" hätte man in der Schule gesagt. Während alle anderen anwesenden Ratsmitglieder für den Antrag waren, stimmte die SPD dagegen.

 Bericht über die Situation des Grundwassers

Die Wählergemeinschaft Die Grünen beantragte im Haupt - und Finanzausschuss einen Bericht der Firma Gelsenwasser zur aktuellen Situation des Trinkwassers in unserer Region. Mehrere Berichte über zunehmende Nitratverschmutzung von Böden und Gewässern, hervorgerufen durch eine massive Überdüngung durch die Landwirtschaft, hatten die Wählergemeinschaft aufgeschreckt. Nachdem die Firma Gelsenwasser bereits vor einigen Jahren im HuFA berichtete, findet der Bericht auf Wunsch des Stadtplanungsausschussvorsitzenden Jens Vogel (SPD) diesmal in seinem Ausschuss statt. Dem Wunsch der Wählergemeinschaft auf Information wurde einstimmig zugestimmt.

WG  fragt nach - Klimaschutzmanager wird ausgeschrieben

Nachdem bereits der zweite Klimaschutzmanager die Stadt Marl vor Ablauf seines Vertrages wieder verlassen hat, fragte die Wählergemeinschaft im Haupt - und Finanzausschuss nach. Erfreuliche Mittelung : Der Bürgermeister hat die Ausschreibung bereits unterschrieben, und der Klimaschutzmanager wird in kürzester Zeit neu eingestellt. Wir hoffen, dass diesmal die Stelle bis zum Ende des Förderzeitplans besetzt bleibt. Die aktuellen Beschlüsse des Rates und der Ausschüsse zeigen, wie wichtig eine solche Stelle in Marl ist.

Autos auf den Creiler Platz

Einen Schildbürgerstreich plant die grosse Koalition aus SPD und CDU in Marl mit dem Rathausplatz. Dort wo bisher die Bürger spazieren gehen , Kinder und Jugendliche spielen, politische Veranstaltungen stattfanden ( z.B. Pulse of Europe, Demo für Charlie Hebdo) soll künftig ein Parkplatz für mind. 50 Autos entstehen und der Autoverkehr soll durchfließen. Während man in anderen Städten den Autoverkehr aus den Innenstädten herausdrängt, will Marl die Rolle rückwärts in das Zeitalter der autogerechten Stadt machen. Auch sollen Bäume an einer über 60 Jahre alten Alleestrasse der Josefa-Lazuga-Strasse gefällt werden, die bisher autofrei war. Der Skulpturenpark rund um den Citysee, der zur Zeit im Rahmen der Ausstellung THE HOT WIRE von vielen auswärtigen Besuchern bewundert wird und bundesweite Beachtung in den überregionalen Blättern erfährt, wird eingeschränkt und in seiner Aura zerstört. Der bürgerfreundliche und soziale Charakter des wichtigsten Platzes in Marl geht verloren und wird den Profitinteressen eines Investors geopfert.
Die Pläne des Investors für den Marker Stern sind vage. Es gibt keine konkreten Zusagen von großen Firmen oder Geschäften, höchstens Absichtserklärungen. Auf dieser Basis will der Bürgermeister und die Mehrheitsparteien pro Investor entscheiden und gegen die Bürgerinteressen, den Creiler Platz in seiner jetzigen Struktur zu erhalten. Der Investor handelt legitim, sein Primärinteresse ist es, Rendite zu erzielen für das investierte Kapital. Warum die Ratsmitglieder der Mehrheitsfraktionen, die dem Gemeinwohl verpflichtet sind, den losen Versprechungen eines Investors folgen, lässt sich mit Vernunftargumenten kaum nachvollziehen. Man möchte ihnen mit Immanuel Kant zurufen:
"Habe Mut und bediene dich deines eigenen Verstandes!"