• Feuer um Tschernobyl

    Waldbrand als möglicher GAU

    Seit dem 4. April brennt der Wald um Tschernobyl. 120 Feuerwehrleute sind im Einsatz, 174 Tonnen Löschwasser haben Hubschrauber und Flugzeuge der Feuerwehr über den brennenden Bäumen abgeworfen, berichtet der ukrainische Fernsehkanal TSN. Die Feuerwehr habe die Lage inzwischen „vollständig unter Kontrolle", heißt es in ukrainischen Medien unter Berufung auf die verantwortlichen Behörden. Teilweise widersprüchlich sind die Angaben zu der Größe des betroffenen Areals. Während einige Medien von 20 Hektar (ha) sprechen, berichtete Egor Firsow, kommissarischer Chef der ukrainischen Umweltaufsichtsbehörde, von 100 ha. Die für die Tschernobyl-Zone zuständige Behörde spricht von „einigen Dutzend Hektar", die von den Bränden betroffen seien. Die Strahlenwerte haben sich durch den Brand erhöht. Am Sonntag hatte Egor Firsow von einer 16-fachen Erhöhung der zulässigen Norm berichtet. Diese Erhöhung sei jedoch nur im Zentrum des Brandes gemessen worden. Im 130 Kilometer von Tschernobyl entfernten Kiew ist die Strahlenbelastung nach Angaben der staatlichen Katastrophenschutzbehörde weiterhin im Normalbereich. - Quelle und mehr: http://www.taz.de

     
  • Treibhausgas-Bilanz 2019

    Emissionen sinken – aber nicht bei Verkehr & Gebäuden

    In Deutschland wurden 2019 rund 805 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt – etwa 6,3 Prozent weniger als 2018. Das zeigt die vorläufige Treibhausgas-Bilanz des UBA. Im Vergleich zu 1990 sanken die Emissionen in Deutschland um 35,7 Prozent. Die größten Fortschritte gab es 2019 in der Energiewirtschaft mit einer Minderung von knapp 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. UBA -Präsident Dirk Messner: „Wir wissen aber auch, dass wir uns vor allem bei den erneuerbaren Energien auf den Lorbeeren der letzten 20 Jahre ausruhen. Wir müssen wieder deutlich mehr Windenergieanlagen installieren, daran führt kein Weg vorbei, um Kohlestrom zu ersetzen, der vom Netz geht." Große Anstrengungen sind auch im Verkehr und bei Gebäuden notwendig. In beiden Bereichen war 2019 sogar ein Anstieg der Treibhausgasemissionen zu verzeichnen, da unter anderem mehr Benzin, Diesel und Heizöl verbraucht wurden. Der Wandel hin zu erneuerbaren Energien geht bei Verkehr und Wärmeversorgung immer noch deutlich langsamer voran als bei Strom. - Quelle: http://www.umweltbundesamt.de

     
  • Mehr Sicherheit durch Tempo 30

    Tempo 30 - Mehr Sicherheit durch Tempo 30 innerorts https://www.vcd.org/themen/verkehrssicherheit/tempo-30

    Tempo 30 als Basisgeschwindigkeit bedeutet eine Umkehr der bisherigen Praxis: Nur noch der kleinere Anteil der Straßen, auf denen Tempo 50 erforderlich ist und sichergestellt werden kann, muss ausgewiesen werden.

     

Reaktion auf gemeinsamen Antrag

Auf einen gemeinsamen Antrag der Fraktionen der Wählergemeinschaft Die Grünen , der SPD und Der LINKEN zur Weiterentwicklung des Klimaschutzkonzeptes reagierte jetzt die Marler Verbraucherberatung. In einem Schreiben an die drei Fraktionen erläuterte die VB ihre langjährigen Aktionen gegen Lebensmittelverschwendung und für die Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Außerdem erklärte sie ihre Bereitschaft, an einem geplanten Vernetzungstreffen mit Foodsharing und der Marler Tafel teilzunehmen und sagte die Beteiligung an gemeinsamen Aktionen zu. Bei der Verbraucherberatung und der grünen Wählergemeinschaft besteht das gemeinsame Interesse, das Thema Lebensmittelverschwendung mehr in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Unsere Fraktion wird dieses Thema wieder aufgreifen, sobald die Situation es ermöglicht, wieder politische Gespräche zu führen und Aktionen zu starten.

Papierdruck und E-Book fast gleichauf

Bei der Herstellung von zehn Büchern mit je 200 Seiten aus Frischfaserpapier entstehen rund elf Kilogramm CO2. Für Bücher aus Recyclingpapier sind es etwa zwei Kilogramm weniger: rund neun Kilogramm CO2. Zum Vergleich: Ein Auto erzeugt pro verbrauchtem Liter Benzin etwa 2,4 Kilogramm CO2. Generell sind Taschenbücher besser für die Umwelt als Hardcover-Exemplare. Für die Lektüre der oben genannten zehn Bücher mit jeweils 200 Seiten erzeugen Lesende auf einem E-Book-Reader durch Herstellung und Nutzung etwa acht Kilogramm CO2. Der Ressourcenverbrauch bei der Produktion von E-Book-Readern ähnelt dem von Smartphones. E-Reader werden aber tendenziell länger genutzt als Smartphones. Für den ökologischen Fußabdruck von E-Readern und anderen elektronischen Lesegeräten ist es entscheidend, dass sie möglichst lange genutzt werden, damit möglichst viele gedruckte Bücher, Zeitschriften und Zeitungen ersetzt werden. - Quelle: Öko-Institut

Zulassungen beschleunigen

Die EU-Kommission will neue gentechnisch veränderte Pflanzen künftig schneller zulassen. So soll es in einem Handelsabkommen stehen, das die EU und die USA in Kürze unterzeichnen wollen. Die Kommission will damit US-Präsident Trump beruhigen und verhindern, dass es zu Strafzöllen auf europäische Autos kommt. Das meldete das Magazin Politico. Bereits Anfang 2019 hatten die EU-Mitgliedstaaten der Kommission das Mandat gegeben, mit den USA über zwei Handelsabkommen zu verhandeln. Das eine soll den Abbau von Zöllen auf Industrieprodukte regeln, das andere Fragen der Zusammenarbeit bei Produktzulassungen. Die Verhandlungen fanden, wie schon beim gescheiterten Handelsabkommen TTIP hinter verschlossenen Türen statt. Zu hören war, dass die USA Druck machten, auch Agrarstandards in die Gespräche einzubeziehen. Quelle und mehr: http://www.keine-gentechnik.de

Ministerium spielt Strahlung runter

Angesichts einer ständig wachsenden Zahl an Mobilfunkmasten und den von ihnen ausgehenden Strahlungen, die eindeutig bei Menschen mit hoher Sensibiltät (insbesondere Kinder und Ältere) zu strahlungsbedingten Schädigungen (z.B. Tinitus) führen, sieht sich das Bundesumweltministerium bemüht, darauf hinzuweisen, dass die Mobilfunktbetreiber eine Selbatverpflichtung unterschrieben haben. Inhalt dieser Verpflichtung ist die Reduzierung der Strahlenbelastung bei sog. Kleinzellen, die insbesondere in Ballungsgebieten vermehrt installiert werden, um einen reibungslosen Empfang zu gewährleisten. Die Verdichtung der Sendeanlagen ist eine Folge des Aufbaus der neuen 5G-Netze, die von der Bundesregierung in die Hand privaten Betreiber gegeben worden ist und Milliarden von Euro in die Bundesfinanzkasse gespült hat. - Lesen Sie die Presseerklärung des Ministeriums!

Autobranche attackiert neue Klimaziele

In Europa bahnt sich wegen der schweren Krise der Autoindustrie ein harter Streit um den Klimaschutz an. Verbände und Konzerne fordern von der Europäischen Kommission infolge der Corona-Pandemie, Pläne für härtere Grenzwerte zu kippen. Bei einem Krisengespräch mit Kanzlerin Angela Merkel, Wirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU), Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und führenden Branchen- und Gewerkschaftsvertretern forderte die Industrie am Mittwochabend Rückendeckung der Regierung. "Das ist jetzt nicht die Zeit, über weitere Verschärfungen bei der CO₂-Regulierung nachzudenken", sagte am Donnerstag auch Hildegard Müller, Präsidentin des Branchenverbands VDA. Doch in der EU-Kommission gibt es derzeit offenbar keine Pläne, von der Agenda für den "Green Deal" abzurücken, oder die Umsetzung bestehender Gesetze auf später zu verschieben. So hatte die EU bereits 2019 strengere Auto-Grenzwerte bis 2030 beschlossen. Man kenne die Wünsche der Autoindustrie, sagte ein Sprecher der Behörde. Die Staats- und Regierungschefs der EU hätten aber erst in der vorigen Woche bei ihrer Videokonferenz bestätigt, dass sie den Green Deal und die Digitalisierung als Kern der Wachstumsstrategie für die Zeit nach der Krise sehen. - Quelle: http://www.sueddeutsche.de