• Kritik an Messpunkten

    20.11.2018

    UBA verteidigt NO2-Messungen

    Nach EU-Richtlinien sollen die Messungen im Abstand von 40 Meter zu Kreuzungen durchgeführt werden. Eine Reihe deutscher Messungen, deren Geräte bereits vor der EU-Regelung installiert worden waren, halten diese Abstände nicht ein. Vor allem FDP und AfD hatten in der Vergangenheit immer wieder Zweifel an der Korrektheit der deutschen Messergebnisse geäußert. Die Landesverkehrsminister haben bereits im April eine Überprüfung der Standorte gefordert, doch Ergebnisse liegen bisher nicht vor – auch weil mehrere Bundesländer eine erneute Überprüfung offenbar für unnötig halten. Das Umweltbundesamt hat jetzt bestätigt, dass die ermittelten Messergebnisse der kritisierten Messorte an der Gesamtlage nichts ändern. - Lesen Sie mehr dazu unter http://www.taz.de

     
  • Kohlekraftwerke

    20.11.2018

    "7600 vorzeitige Todesfälle"

    Die Abgase der Kohlekraftwerke der zehn größten Betreiber in der EU zeichneten für schätzungsweise 7600 vorzeitige Todesfälle im Jahr 2016 verantwortlich, heißt es in einer Studie der Umweltorganisation Greenpeace und des Thinktanks Sandbag. Grund seien die großem Mengen von Schwefel- und Stickoxiden, die die Meiler freisetzen. Jene zehn größten Betreiber sind Firmen aus Deutschland, Polen und Tschechien sowie Spanien und Bulgarien. Größter Emittent ist RWE mit den Braunkohlekraftwerken im Rheinland. Dementsprechend deutlich kritisieren Umweltschützer die hiesige Energiepolitik: "Die Bundesregierung darf Konzernen wie RWE nicht länger erlauben, Geld damit zu verdienen, unsere Gesundheit und das Klima zu ruinieren", so ein Greenpeace-Sprecher. - Mehr zum Thema unter http://www.sueddeutsche.de

     
  • Lautlose Aufklärung

    19.11.2018

    Albatrosse überwachen Piratenfischfang

    Die Tage des ungestraften Wilderns mit rücksichtslosen industriellen Fangmethoden im Süden des Indischen Ozeans und in der Antarktis sind womöglich gezählt – dank einer neuen Luftüberwachung. Der künftige Gegner der illegalen Fischerei heißt Albatros. Er hat ab sofort in französischen Diensten eine Spionagemission in der weiteren Umgebung der Kerguelen und der Amsterdam- und Crozet-Inseln, die zu Frankreichs Territorium im Südpolarmeer gehören. Bis zum kommenden März werden in einer ersten Phase 150 dieser prächtigen Meeresvögel, die selber rund 10 bis 12 Kilo wiegen, mit einem 70 Gramm leichten Sender ausgerüstet. Dieser ist in der Lage, Radargeräte aufzuspüren und deren Lokalisierung via Satellit an die Basis des Biologischen Forschungszentrums CEBC zu übermitteln. Dort können diese Informationen mit einer Datenbasis verglichen werden, in der alle in den fraglichen Gebieten verkehrenden Schiffe registriert sind, die ihr Identifikationssystem AIS eingeschaltet haben. - Quelle: http://www.taz.de

     

12.10.2018

Aus welcher Ecke pfeift der Wind?

Mit einer Aktion gegen den Ratsentscheid, das Marler Rathaus zu sanieren, war aus einer populistischen Ecke zu rechnen, dass nun aber ausgerechnet aus den Reihen des CDU-Ortsvereins Lenkerbeck die Initiative ausgeht, ist schon erstaunlich. Ob das Bürgerbegehren überhaupt möglich ist, wird noch zu prüfen sein. Nach § 26 der Gemeindeordnung ist über "Angelegenheiten, für die der Rat keine gesetzliche Zuständigkeit hat" ein Bürgerbegehren "unzulässig". Anders als beim Kreishaus steht das Rathaus unter Denkmalschutz; eine Entscheidung über den Denkmalschutz fällt nicht in die Zuständigkeit des Rates. Diesen Sachverhalt wird die Prüfung der Zulässigkeit eines Bürgerbegehrens zu berücksichtigen haben. Nebenbei bemerkt ist ein Bürgerbegehren noch keine Entscheidung in der Sache, sondern nur der erste Schritt zu einer solchen Entscheidung. Diese würde - die Zulässigkeit vorausgesetzt - in einem Bürgerentscheid zu fällen sein, wenn der Rat einem erfolgreichen Bürgerbegehren nicht zustimmt.

11.10.2018

BI kritisiert Verfahren

In einer kritischen Stellungnahme zur beabsichtigten Flutung der untertägigen Grubenanlagen bei AV geht jetzt die BI Marl-Hamm an die Öffentlichkeit. Nach Auffassung der BI sind die Voraussetzungen und Konsequenzen bei der Anhebung der Flutung auf 600 Meter unter dem Oberflächenniveau nur unzureichend untersucht und entsprechend berücksichtigt worden. Als ein wesentlicher Kritikpunkt wird das Fehlen öffentlich einsehbarer Gutachten angesehen. Die Stellungnahme hat die BI allen im Rat vertretenen Fraktionen zugeleitet.

09.10.2018

Wer macht hier Dampf?

Ohne Information einer beteiligten Genehmigungsbehörde prescht RAG Montan Immobilien und die AGR-Abfallentsorgungsgesellschaft mit einer eigens gegründeten Gesellschaft namens DAH1 (Deponien auf Halden) vor und entwickelt bereits Pläne für eine Abfalldeponie auf der Marler Halde Brinkfortsheide Erweiterung. Mit einer gewissen Dreistigkeit werden der Initiative gegen eine derartige Deponie Gespräche angeboten mit dem vorweg genommen Hinweis, es handle sich um ein unbedenkliches Vorhaben. Zur Klarstellung: die AGR-Abfallentsorgungsgesellschaft ist ein Unternehmen des RVR; offenkundig arbeitet hier also eine Behörde mit der privatwirtschaftlichen RAG-Montan sehr eng zusammen, um beiderseitige Interessen durchzusetzen. Welche Rolle dabei die Stadt Marl als Kommune innerhalb des RVR spielt, bleibt unklar. - Foto Marler Zeitung

09.10.2018

Klimaschutzpreis: Jetzt noch schnell bewerben!

"Bald endet die Bewerbungsfrist für den Klimaschutzpreis, den die Stadt Marl zusammen mit dem Unternehmen innogy auslobt: Bürgerinnen und Bürger können sich noch bis zum 31. Oktober 2018 bewerben. Der Klimaschutzpreis wird jährlich für Projekte vergeben, die sich in besonderem Maße für den Erhalt der Umwelt einsetzen. Marler Bürger, Vereine, Firmen oder Institutionen, die sich für die Umwelt engagieren, können sich mit geplanten, begonnenen oder bereits umgesetzten Projekten bewerben. Besondere Teilnahmebedingungen gibt es nicht."

So steht es seit dem 4. Oktober auf der Homepage der Stadt Marl, also 2 Tage vor der Großdemo gegen die Rodungspläne am Hambacher Forst durch RWE . Innogy ist ein Tochterunternehmen von RWE; das Unternehmen ist mit seinen Braunkohlekraftwerken der größte CO2-Emittent Deutschlands. Die Stadt Marl Hand in Hand mit Innogy als Geldgeber für einen Klimaschutzpreis? Das hat - mindestens - ein Geschmäckle! - Foto: Marl 'brennt' für den Umweltschutz

07.10.2018

WG mit dabei in Hambach

Norbert Pfänder berichtet von der Demo am Hambacher Forst: Mit 50 000 friedlichen Demonstranten protestierten auch einige Mitglieder der Grünen Wählergemeinschaft für den Erhalt des Hambacher Waldes und den sofortigen Ausstieg aus der Kohle. Der Hambacher Forst ist zum Symbol für den Widerstand gegen Umweltzerstörung und Braunkohle geworden. Mehrere Redner wiesen darauf hin, wieweit Konzernmacht, Profitinteressen und Wirtschaftslobbyismus unsere Politik bestimmen. Besonders der Landesregierung von NRW wurde vorgeworfen, einseitig die Interessen von RWE zu unterstützen und so gegen den Naturschutz und den Willen der Mehrheit der Bevölkerung zu arbeiten. So werde das Vertrauen in unsere Demokratie leichtfertig aufs Spiel gesetzt.