• Zu Fuß gehen – die verkannte Mobilität

    22.10.2018

    Bundesweite Fußverkehrsstrategie


    Um unsere Städte lebenswerter, gesünder und klimafreundlicher zu machen, müssen künftig weniger Autos auf den Straßen unterwegs sein. Neben der Förderung von ÖPNV und Fahrradverkehr wird dabei die natürlichste Form der Mobilität gerne vergessen: das zu Fuß Gehen. Diese leise und emissionsfreie Fortbewegungsart hat durchaus Potenzial. Denn ein Fünftel aller Wege, die in Deutschland mit dem Auto zurückgelegt werden, sind kürzer als zwei Kilometer. Das UBA schätzt, dass der Anteil des Fußverkehrs an den zurückgelegten Wegen in Kernstädten (Zentralbereiche ohne Vororte) bis zum Jahr 2030 um die Hälfte gesteigert werden könnte: von derzeit durchschnittlich 27 auf 41 Prozent. Um dies zu erreichen, hat das UBA auf dem 2. Deutschen Fußverkehrskongress am 12. Oktober 2018 in Berlin seine Vorschläge für eine bundesweite Fußverkehrsstrategie vorgelegt. Es gilt, den Fußverkehr sicherer und attraktiver zu machen. - Quelle: http://www.umweltbundesamt.de

     
  • Kohlekommission

    22.10.2018

    Mitglieder attackiert

    Nach der aggressiven Demonstration von Bergbaubeschäftigten vor dem Privathaus von Antje Grothus, Klimaschützerin und Mitglied der Kohlekommission, am gestrigen Mittwoch fordern die in der Kohlekommission vertretenen Umweltverbände die Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie (IG BCE) und den Energiekonzern RWE auf, Konsequenzen zu ziehen. Der Vorsitzende des Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Hubert Weiger, der Präsident des Deutschen Naturschutzring (DNR) Kai Niebert und der Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser appellieren an IGBCE-Chef Michael Vassiliadis und RWE-Chef Rolf-Martin Schmitz, sicherzustellen, dass sich Mitglieder und Beschäftigte von IGBCE und RWE nicht weiter an Hetzkampagnen und übergriffigen Protesten gegen Mitglieder der Kohlekommission und Vertreter des Bürgerprotestes im Rheinland beteiligen. - Quelle: http://www.bund.net

     
  • Überfischung von Nord- und Ostsee

    21.10.2018

    Nackter Protest

    Fishlove kommt nach Deutschland: Nach Sir Ben Kingsley, Emma Thompson und vielen weiteren internationalen Stars protestieren nun auch Benno Fürmann, Nina Hoss, Vicky Krieps, Christiane Paul, Katja Riemann und Tom Wlaschiha hüllenlos für eine nachhaltige Fischereipolitik. Der Hintergrund der Aktion ist durchaus ernst: Diese Woche haben die EU-Fischerei-Minister die Fangquoten für das kommende Jahr festgelegt. Zugunsten kurzfristiger Profite für die Fischerei-Industrie haben die Politiker wie befürchtet die wissenschaftlichen Empfehlungen für besonders gefährdete Bestände ignoriert. Das selbst gesteckte Ziel, die Überfischung in europäischen Gewässern zu beenden, ist damit in weite Ferne gerückt. - Quelle und Foto: http://www.duh.de

     

08.06.2018

Röttgershof im stand by

Das Hauptthema der Sozialausschusssitzung in den Ratsstuben war der mögliche Abriss, den die CDU beantragt hatte. Als der Bürgermeister die Verwaltungssicht vortrug, der Röttgershof sei unverzichtbar, falls wieder über 1000 Flüchtlinge in Marl unterzubringen seien wie in 2015 und der neue Abteilungsleiter des Sozialamtes den baulichen Zustand des Gebäudes in rosaroten Tönen schilderte, als ob es ein Hotel sei, zog die CDU den Antrag zurück. Wieder einmal hat diese Partei in Marl gezeigt, dass sie eigentlich kein politisches Rückgrat hat, sondern sich wie das berühmte Fähnchen nach der Mehrheit dreht. Auch die Meinung des Vertreters der Grünen Wählergemeinschaft, dass ähnliche Flüchtlingszahlen nicht zu erwarten seien, da die Abschottungspolitik der EU die Fluchtwege grösstenteils versperrt hat, fand kein Gehör. Seit einem Jahr steht diese ehemalige Sammelunterkunft leer, da Marl genügend Kapazitäten in besserem Zustand hat.

08.06.2018

Marl knapp am Rekord vorbei

Am Donnerstag um 13:00 Uhr war Marl mit 176 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft absolute Spitze in NRW; am Nachmittag lief die Messstation in Münster der Industriestadt im Grünen de Rand ab und erreichte 181 Mikrogramm. Die messende Landesbehörde gibt 180 Mikrogramm als Grenzwert an; von diesemn Wert an müsste die Bevölkerung eigentlich gewarnt werden, weil bei dieser Luftbelastung Gefahr besteht für Kinder, die im Freien herumtollen, für ältere Menschen und für Menschen, die im Freien anstregenden Tätigkeiten nachgehen. Da keine öffentliche Stelle warnt, bleibt nur die Selbsthilfe! So kann man z.B. die aktuellen Werte im Videotext von WDR2 (Seite 198) abrufen.

07.06.2018

NRW - Land der Städte

Werner Eisbrenner und Paul Wagner waren als Mtglieder der grünen Wählergemeinschaft am gestrigen Mittwoch beim diesjährigen NRW-Städtetag in Bielefeld. Nach einer Rede von Ministerpräsident Armin Laschet, der die Politik der neuen Landesregierung lobte und u.a. mit Bezug auf die enorme Luftbelastung in den Städten meinte, man dürfe in dieser Situation die Autoindustrie "nicht allein lassen", fand im Bielefelder Oberbürstermeister Clausen als Gastgeber einen argumentativen Gegenpol, der auf die Finanzierungsdefizite der Städte und Gemeinden hinwies.

26.05.2018

AV hat schon einmal widersprochen

Nach einem Bericht in der Samstagsausgabe der Marler Zeitung bleibt die BI gegen die Abfalldeponie bei ihrem Vorwurf, von der Halde Binkfortsheide würden radioaktiv belastete Auswaschungen in den Silvertbach geleitet. Im Jahre 1984 hatte die grüne Wählergemeinschaft in einer Veröffentlichung auf radioaktive Ablagerungen im Silvertbach hingewiesen, die allerdings nicht von der Halde, sondern vom Grubenwasser ausgingen. Darauf hin hatte AV die grüne WG im Wege einer einstweiligen Verfügung vor dem Amtsgericht Essen bei Androhung eines Ordnungsgeldes in Höhe von 500.000 D-Mark oder ersatzweiser Ordnungshaft untersagt, ihre Vorwürfe weiter zu verbreiten; die Untersagung betraf den Grad der radioaktiven Belastung und die Behauptung, die Belastung sei der Öffentlichkeit verschwiegen worden.

25.05.2018

RVR geschlossen für Abfalldeponie

Zum Tagesordnungspunkt Brinkfortsheide hatte die grüne Wählergemeinschaft den Antrag gestellt, dass der Rat den Bürgermeister beauftragen sollte, der RAG und dem RVR unmissverständlich den Willen des Rates zu erklären, dass Marl als Deponiestandort nicht zur Verfügung stehe. BM Werner Arndt erklärte in der Sitzung, dass er das bereits mehrfach getan habe, aber mit seinem Anliegen auf taube Ohren gestoßen sei. Die Fraktionen im RVR (CDU, SPD, FDP und Bündnis 90) seien der Meinung, dass die angestrebte Maßnahme ökologisch sinnvoll sei und die Errichtung einer Deponie auf Marler Stadtgebiet befürworteten. Da Vertreter dieser Fraktionen im Marler Rat keine Bereitschaft zeigten, unser Anliegen zu unterstützen, zog die Fraktion der grünen Wählergemeinschaft den Antrag zurück.