• Die Zukunft des deutschen Waldes

    Klimasichere Bäume?

     

    Manchmal sind keine Nachrichten auch gute Nachrichten. So haben die Agrarminister:innen von Bund und Ländern auf ihrer Konferenz in der vergangenen Woche zwar erneut festgestellt, dass den gebeutelten Waldbäuerinnen und Waldbauern mit ihren 178 Millionen Kubikmetern Schadholz und 285.000 Hektar wieder zu bewaldenden Flächen aus drei Dürrejahren finanziell geholfen werden muss.

     

    Das ist eine Fläche größer als das Saarland und 40.000 Hektar mehr als zuvor angenommen. Also viel. Aber die Agrarminister:innen haben sich dennoch erneut nicht auf eine Waldprämie geeinigt. - Lesen Sie mehr zum Thema unter http://www.taz.de

     
  • Atommüllendlager

    Gorleben kein Thema mehr?

     

    Gorleben soll bei Endlagersuche aus dem Rennen sein. Berichten zufolge steht der lange als Atommüll-Endlager gehandelte Salzstock nicht mehr auf der Liste der Bundesgesellschaft für Endlagerung. Dafür werden in einem Zwischenbericht offenbar erstmals Regionen in Bayern genannt. Den Bericht legt die Bundesgesellschaft für Endlagerung heute vor. - Quelle: Süddeutsche Zeitung)

     
  • Fridays for Future

    Wir waren dabei: Am Freitag wurden die Bundesweiten Demonstrationen wieder aufgenommen.

     

Bündnis 90 mit wenig Interesse

42 Tagesordnungspunkte, 5 Stunden Tagungszeit, und jede Menge wichtige Themen - der letzte Stadtplanungsausschuss vor der Wahl hatte es in sich. Der Bebauungsplan "Breewiese", die Wildgänse am City-See, das Ermöglichen von Windrädern in Marl, die Firma ALBA, verkaufsoffene Sonntage und die geplante Bebauung am Jahnstadion waren nur einige wichtige, kontovers diskutierte Themen. Großes Publikuminteresse ( die Fragestunde dauerte ca. eine Stunde), einige Zuhörer harrten trotz  Verständigungsproblemen (die Lautsprecheranlage war kurzfristig ausgefallen) fast bis zum Ende aus. Nur der baupolitische Sprecher (oder wie er mittlerweile genannt wird "der baupolitische Schweiger") von Bündnis 90, Daniel Schulz, zeigte kein besonderes Interesse. Nach 8 von 42 Tagesordnungspunkten verließ er nach 2 1/2 Stunden die Sitzung, keiner der insgesamt 6 (!) Vertreter seiner Fraktion löste ihn ab. Kein Wort zu ALBA., kein Wort zur Bebauung des Jahnstadions, selbst ein eigener Antrag wurde zur Überraschung aller nicht begründet. Besser kann man sein Desinteresse nicht zeigen.

Was verdienen Ratsmitglieder und was tun einige dafür

Eine bemerkenswerte Statistik der letzten zwei Jahre veröffentlichte die Verwaltung im Anhang zum Protokoll der letzten Ratssitzung (einzusehen im Ratsinformationssystem auf der Seite der Stadt Marl, Ratssitzung am 10.09.2020 unter TOP 2 Niederschrift (Anlage 2) oder unter 

https://marl.more-rubin1.de/show_anlagen.php?_typ_432=si_anl&_doc_n1=20200831153149-0_GN1_1.pdf&_nid_nr=2020-1-133&_vorl_nr=GN1&_ts=1&x=14&y=7

Die Verwaltung prüfte an Hand der öffentlichen Anwesenheitslisten, welche Fraktionsmitglieder in den letzten zwei Jahren in den Ausschüssen ohne Vertretung durch Abwesenheit glänzten. 99 Sitzungen wurden erfasst. Die ersten drei Plätze in dieser Negativrangliste belegten drei kleine Fraktionen. In 69 von 99 Sitzungen fehlte die UBP, in 21 Sitzungen WIR und in 19 Sitzungen DIE LINKE.

Einsamer Spitzenreiter ist der Fraktionsvorsitzende  Alinaghi von der UBP, er fehlte in 51 von 56 Sitzungen (ca 90 %), gefolgt von Herrn Dechert, 12 von 21 Sitzungen (ca 50 %). Auch Vertreter waren in diesen Sitzungen nicht anwesend.

P.S. Der Fraktionsvorsitzende erhält 1200 € im Monat, ein Ratsmitglied 400 €. Unabhängig davon, an wie vielen Sitzungen man teilnimmt. Übrigens, seit Bestehen der Wählergemeinschaft spenden deren Fraktionsmitglieder ihre Aufwandsentschädigungen. Sie behalten nur 55 bzw. 110 €.

 

Diskussion in der Alevitischen Gemeinde

Die Alevitische Gemeinde hatte eingeladen zum Jungwähler - Check, die Wählergemeinschaft war dabei. Drei DirektkandidatInnen der Wählergemeinschaft waren dabei, Johannes Westermann (Mitglied im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie) auf dem Podium, im Publikum Kathi Schmidt und Kea Kühnhenrich, die jüngsten Kandidatinnen der WG. Nach der Vorstellung des Programms von SPD, CDU und FDP durch deren Vertreter, erläuterte Johannes Westermann die Grundzüge des jugendpolitischen und schulpolitischen Programms der Wählergemeinschaft. Danach gab es eine interessante Diskussion der verschiedensten Themen. Auf breite Zustimmung stieß die Kritik der Wählergemeinschaft an der Öffnung der Josefa-Lazuga-Straße für den Autoverkehr. Aber auch andere ökologische Themen waren für die anwesenden, meist jugendlichen Besucher wichtig. Zwei Stunden dauerte die sehr fair und informativ geführte Diskussion mit ca 30 interessierten Teilnehmerinnen. Auch nach der Diskussion gab es noch einen regen Austausch bei kühlen Getränken. Die Wählergemeinschaft dankt Emre Öczan und allen anderen Organisatoren für die Gelegenheit, mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Die Wählergemeinschaft freut sich auf die nächsteGelegenheit, vielleicht auch mal außerhalb eines Wahlkampfes.

Trotz Zusage erschienen die Bürgermeisterkandidaten von WIR und Bündnis 90, Dechert und Schulz, nicht zur Diskussion. Einen seltsamen Auftritt hatte außerdem Herr Schoknecht von Bündnis 90, der 10 Minuten vor Ende der Diskussion laut polternd den Veranstaltungsraum betrat, und dann nach der Diskussion wieder ging.

Heute wurde die neue Brücke an der Lessingstr. eingeweiht. Endlich sind die beiden Ortsteile wieder auf kurzem Weg verbunden.
Der alte Name Notbrücke hat mit dieser komfortablen neuen Brücke nichts mehr gemeinsam.
Daher wird sie den Namen Glückauf-Brücke bekommen. "Like"

Fraktionsvorsitzender blamiert SPD

 

     Zu einer nicht für möglich gehaltenen Dummheit verstieg sich der SPD – Fraktions-

       vorsitzende Peter Wenzel. Die Wählergemeinschaft Die Grünen Marl beantragte,

       die im Rahmen der Digitalisierung der Schulen von der Bundesregierung bereit  

       gestellten Mittel für Marl in Höhe von über 500 000 € , primär dafür zu verwenden,

       Schülerinnen und Schülern aus armen Familien zu fördern und sie mit digitalen

       Endgeräten auszustatten. Die Sinnhaftigkeit dieser Forderung stellte Wenzel mit den

       Worten in Frage, dieses würde nur zu einer Stigmatisierung der Schüler führen.

       Begründet hatte er dieses mit wirren sozialpsychologischen Bemerkungen.

      

       Die meisten Ausschussmitgliedern schüttelten innerlich den Kopf und die Verwaltung

       erklärte, dass der Bedarf bei weitem die Nachfrage übersteigt. Ergänzend wies der

       Geschäftsführer des Caritasverbandes Marl, Markus Bothe, auf ein Programm hin, um

       Kinder und Jugendliche aus armen Familien mit Computern auszustatten.

       Auch hatte zu Beginn der Sitzung Christel Grossek von der Wohnungslosenhilfe

       darauf hingewiesen, dass die Armut in Marl zunimmt.

       Laut einer Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung lebt im Durchschnitt sogar jedes                        

       vierte Kind in Deutschland in relativer Armut.