• Gänsebrink behält sein Wahrzeichen

    Der Teich bleibt erhalten

    Was die grüne Wählergemeinschaft seit Jahren fordert, wird der Rat am Donnerstag beschließen: der Teich im Gänsebrink wird saniert und erhalten. Was lange Konsens war, wollte die Stadtverwaltung ändern und den Teich beseitigen. Am Ende musste sie sich aber den örtlichen Gegebenheiten beugen: die Grundwasserverhältnisse sind so verworren, dass die Standsicherheit der Uferböschung des als Ersatz für den Teich gedachten Bachlaufs nur mit erheblichem finanziellen Aufwand zu erreichen ist.

     
  • Ein Nussbaum für Marl

    Symbolischer Ausgleich

    Die grüne Wählergemeinschaft hat mit Unterstützung des Grünflächenamtes und des ZBH auf der Wiese vor Wohnen-West als symbolischen Ausgleich für die zahlreichen Abholzungen einen Baum gepflanzt. Gewählt wurde ein Walnussbaum, der mit seinen Früchten an den Wert der Bäume erinnern soll, und dass es in unserer Stadt - nicht nur im Umweltbereich - noch so manche Nuss zu knacken gibt.

     
  • Vorschlag ist eingereicht

    Eine Universität für Marl

    Der Idee für eine Emscher-Lippe-Universität in Marl hat die Initiative erste Taten folgen lassen. Sie ist als Projektvorschlag bei der Ruhrkonferenz eingereicht. Wie unsere Zeitung berichtete, hat die Landesregierung mit der Ruhrkonferenz ein Forum geschaffen, in der auch Bürger wegweisende Ideen für das Ruhrgebiet einreichen können. Über 280 Projektvorschläge von mehr als 3300 Bürgern sind über die Onlineplattform www.dialog.ruhr-konferenz.nrw eingegangen. Ursprünglich sollte die Dialogplattform nach vier Monaten zum Jahresende geschlossen werden. Jetzt bleibt sie bis auf Weiteres geöffnet. Die Marler haben ihren Projektvorschlag für das Themenforum „Strahlkraft und Wirkung der Wissenschaftslandschaft erhöhen" angemeldet, das von der Wissenschafts- und Kulturministerin des Landes, Isabel Pfeiffer-Poensgen, moderiert wird. Ab 2020 sollen erste Leitprojekte der Ruhrkonferenz entwickelt werden. - Quelle: Marler Zeitung vom 12.02.2019

    Ähnlich wie der Gelsenkirchener Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) Anfang des Jahres erklärt hatte, sehen die Vertreter der Marler Initiative in der Region viel Potenzial für eine Emscher-Lippe-Universität. Marl bietet sich aus ihrer Sicht als Wissenschaftsstandort geradezu an. „Die Fernuniversität Hagen hat ihr Büro in Marl geschlossen, die FOM (Hochschule für Oekonomie & Management) läuft aus. "Aber wir brauchen hier vor Ort dringend Bildung und Zukunftsperspektiven für junge Leute, damit sie nicht abwandern, um zu studieren und sich beruflich zu orientieren", so begründet Paul Wagner, Mitgründer von „Zukunft findet Stadt", warum er sich für die Idee stark macht. „Jetzt werfen wir den Hut in den Ring", ergänzt Kurt Langer.

    Chemie, Medizin und Medien bieten sich an

    Als wissenschaftliche Themenfelder böten sich Bereiche an, die bereits jetzt in der Stadt große wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung haben: Chemie, Medizin, Medien, Architektur und Kultur. Bei all diesen Themen seien Möglichkeiten für Netzwerke schon vorhanden – durch den Chemiepark, die beiden Krankenhäuser, das Grimme-Institut und die Architekturinitiative Ruhrmoderne zum Beispiel.

     

     

Zitat des Tages

"Herr Sandkühler ist dafür bekannt, dass er links blinkt und rechts abbiegt."

Peter Wenzel, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion

Gemeinsamer Antrag von SPD, Die LINKE und Wählergemeinschaft

Ein gemeinsamer Antrag dreier Fraktionen wurde mit großer Mehrheit im Rat angenommen. Die Verwaltung wird beauftragt, Wege aufzuzeigen, ein ergänzendes, stadtinternes Kostencontolling durchzuführen. Damit wurde dem Anliegen fast aller Fraktionen gerecht, die hohen Sanierungskosten für das Rathaus möglichst nicht noch mehr zu erhöhen, und eine größtmögliche Kontrolle über das Projekt Rathaussanierung zu gewährleisten. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Trotzdem stimmten die drei "sanierungsskeptischen" Fraktionen dagegen. Das Dreierbündnis von WIR, UBP und Bündnis 90 lehnte den Antrag ab und stimmte damit gegen größtmögliche Transparenz und mögliche Kostenersparnis.

Wählergemeinschaft blickt in die Zukunft

Ein Antrag von Bündnis 90 beschäftigt sich mit der Vergangenheit, die grüne Wählergemeinschaft blickt in die Zukunft. Während Anträge Berichte der Verwaltung über Genehmigungsverfahren und Beschwerden einforderten, blickte Paul Wagner, Sprecher der Wählergemeinschaft im Stadtplanungsausschuss in die Zukunft. Nach der Stellungnahme der Betreiber der Recyclinganlage und deren Versprechungen, die Geruchsbelästigung zu verringern, beantragte er, die Aufsichtsbehörde in den Stadtplanungsausschuss einzuladen, um dort eine Stellungnahme und einen Bericht über mögliche Maßnahmen abzugeben. Außerdem sollte die Firma Alba nach erfolgten Maßnahmen erneut eingeladen werden. Diese einstimmigen Beschlüsse im Fachausschuss wurden im Rat einstimmig bestätigt. Die Anträge von Bündnis 90 wurden als erledigt angesehen.

Grüne Ideen werden weiter finanziert

Es waren Vorschläge der Wählergemeinschaft Die Grünen, Stadtradeln und Öko-Profit, die zuerst nicht den Beifall und die Zustimmung der politischen Mehrheit fanden. Jetzt wird Beides zum wiederholten Mal in Marl durchgeführt, die Finanzierung wurde in der letzten Ratssitzung beschlossen. Bereits zum dritten Mal gibt es das"Stadtradeln" in Marl, 2014 wurde unser Antrag mit großer Mehrheit im Rat abgelehnt. Mittlerweile ist es ein Erfolgsmodell, die Wählergemeinschaft wird erneut mit einem Team dabei sein. Zwar ist die Finanzierung durch Mittel des Energiefonds grenzwertig, die Wichtichtigkeit der Maßnahmen aber unumstritten.

Wahlkampf wichtiger als Gemeinsamkeiten für Marl

Mehrfach appelierte Johannes Westermann ( Wählergemeinschaft Die Grünen) an CDU und SPD doch einen gemeinsamen Antrag zum Uni-Standort Marl zu verfassen. Gemeinsam mit den anderen Fraktionen hätte die Möglichkeit bestanden ein großes gemeinsames Votum an die entscheidenden Stellen zu richten. Stattdessen konkurieren SPD und DIE LINKE mit CDU, FDP/BUM und Bündnis 90. Der Appell, der auch von Dr. Friedrich Heinrich (BUM/FDP) und verschiedenen einflussreichen Marler BürgerInnen aus der Initiative "Eine Hochschule in Marl für die Emscher Lippe Region" unterstützt wurde, verhallte leider ungehört. Wir begrüßen es, dass das Thema Uni für Marl auch bei mehreren anderen Fraktionen jetzt auf der Zielgerade  als wichtiges Thema erkannt wurde, bedauern aber, dass offensichtlich parteipolitische Interessen vor dem Sachinteresse stehen. Wenigstens eine große Mehrheit für einen Antrag war im Rat zu erzielen, der Bürgermeister ließ nur den Antrag von SPD und Linke zur Abstimmung zu. Hoffentlich hat der Appell trotz politischer Eitelkeiten Erfolg.