• Pop-Up Radweg in Marl

    Fahrradspur statt Autospur

    Ein erfolgreiches Experiment startete der Radentscheid Marl an der Hervester Straße in Marl. Ein Fahrstreifen wurde für Autofahrer abgesperrt, und für Fahrräder  geöffnet. Über 100 Marler Radfahrer nutzten die Gelegenheit, diese neue Verkehrsüberlegung auszuprobieren und waren begeistert von dieser Möglichkeit. Verkehrsplaner haben schon vor einiger Zeit die Überlegung eingebracht, auf dem völlig überdimensonierten Straßennetz rund um den Marler Stern, Autospuren für den Radverkehr umzunützen. Die Wählergemeinschaft war mit vier Fraktionsmitgliedern vor Ort, und wird diese Planungen auch künftig unterstützen.

    Rebecca Peter, stellv. Vorsitzende des ADFC Deutschland: " Pop-up-Radwege beschleunigen nur, was in Zukunft ohnehin notwendig wird: Den Raum in der Stadt neu und anders zu verteilen. Wir müssen uns vom Gedanken verabschieden, dass im Straßenverkehr das Gros der Fläche an Autofahrer geht und die anderen sich die Restflächen teilen. Es muss beispielsweise der Begegnungsverkehr zwischen Rollstuhl und Rollstuhl oder Rollstuhl und Kinderwagen möglich sein. Das ist auf geteilten, schmalen Gehwegen nicht möglich – vor allem, wenn darauf auch noch Radfahrer unterwegs sind."

     
  • Europäisches Jahr der Schiene - Große Mehrheit würde umsteigen

    Große Mehrheit würde umsteigen

    Viele Menschen in Europa sind bereit, vom Flugzeug auf die Bahn umzusteigen – auch für internationale Reisen und ein gutes Drittel selbst dann, wenn sie dafür deutlich längere Reisezeiten in Kauf nehmen müssten. Dies zeigt eine von den Organisationen Transport & Environment und Germanwatch in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov in Deutschland, Polen, Frankreich, Spanien und den Niederlanden. Anlass der Umfrageveröffentlichung ist der heutige offizielle Start des Europäischen Jahrs der Schiene 2021. Morgen widmet sich ein Ratstreffen der EU-Verkehrsminister:innen der Verbesserung des europäischen Bahnverkehrs. - Quelle und mehr: http://www.germanwatch.de

     
  • Blick auf Marl: Das Jahnstadion - wie lange noch?
     

Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin

Der alte Fußball-Song wurde zwar nicht geschmettert, doch das Ziel der Aktion Changing Cities ist das gleiche.
Am Sonntagmorgen startete die Aktion zur Förderung des Radverkehrs in Essen und machte Station auf dem Creiler Platz in Marl. Ca. 60 Radfahrer wurden von Ludger Vortmann, dem Sprecher der Marler Radinitiative begrüßt. Bekanntlich hat die Initiative im letzten Jahr den Ratentscheid in Marl durchgesetzt, ein deutliches Zeichen aus der Zivilgesellschaft, die seit langen unzufrieden ist mit dem Zustand der Radwege und der Infrastruktur für den Radverkehr.

Vor etwa 100 Fahrradfreunden auf dem Creiler Platz konnten die BundestagskandidatInnen der Parteien in einer Podiumsdiskussion ihre Positionen zum Radverkehr und der Verkehrswende, die wir  angesichts des Klimawandels dringend brauchen, darstellen. Die Kandidaten von SPD, CDU und FDP ergingen sich in den bekannten Phrasen ohne konkret zu werden.Ulrike Eifler, DIE LINKE und Robin Conrad, Die Grünen, betonten die Klimafreundlichkeit und die CO2- Neutralität des Radverkehrs.

Anschließend machte sich die Radkolonne auf den Weg nach Haltern, wo sie übernachteten. In zehn Tagen will man über Münster, Bielefeld, Braunschweig und Magdeburg nach Berlin fahren. Unterwegs werden sich zahlreiche Radfahrer der Aktion anschließen, um ein deutliches Zeichen zu setzten.
Auch zahlreiche Mitglieder der Grünen Wählergemeinschaft fanden sich gestern auf dem Creiler Platz ein und begleiteten die Radkolonne auf einem Stück ihres Weges.