• Radioktiver Abfall als "Wertstoff" ?

    Uranabfall aus Nordrhein-Westfalen geht nach Russland

    Umweltgruppen protestieren gegen neue Transporte von Uranhexafluorid. Hersteller Urenco sieht kein Problem.

    Die Firma Urenco, die die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau betreibt, hat die Wiederaufnahme des umstrittenen Exports von Uranhexaflourid nach Russland bestätigt. „Bis heute sind sieben Teillieferungen erfolgt", sagte Urenco-Sprecher Chris Breuer der taz. Jeder dieser Transporte umfasste laut einer Aufstellung des Bundesumweltministeriums etwa 600 Tonnen des giftigen und radioaktiven Materials. Bis Ende 2020 sollen aus Gronau etwa 6.000 Tonnen nach Russland geliefert werden; ein Vertrag über weitere 6.000 Tonnen, über den das Umweltministerium berichtete hatte, beziehe sich nicht nur auf das deutsche Urenco-Werk, so das Unternehmen.

    Zugleich verteidigte Urenco, an dem die deutschen Energiekonzerne RWE und Eon zusammen zu einem Drittel beteiligt sind, die Wiederaufnahme der im Jahr 2009 gestoppten Transporte gegen Kritik. - Quelle und mehr Infos: http://www..taz.de

     
  • Nitrat im Grundwasser

    850.00 Euro Strafe pro Tag drohen

    Gegen verschärfte Regeln für die Landwirtschaft protestieren momentan die deutschen Landwirte.

    Der Bundesverband der Energie - und Wasserwirtschaft zeigt die andere Seite der Medaille auf. Der Hauptverursacher für die Verschmutzung des Grundwassers ist die Landwirtschaft. " Geht Deutschland nicht entschieden gegen die Nitratbelastung des Grundwassers vor, kann das für die Steuerzahler teuer werden: Strafzahlungen von 850.000 Euro täglich und damit mehr als 310 Millionen Euro im Jahr drohen, wenn Deutschland nicht endlich die EU-Nitratrichtlinie in nationales Recht umsetzt. Verbraucher könnten dann doppelt belastet werden. Steigt die Nitratbelastung weiter an, wird sich das auch in den Trinkwasserpreisen niederschlagen. Denn die Verschmutzung des Grundwassers durch Gülle aus der Landwirtschaft macht die Trinkwasseraufbereitung aufwendiger und teurer. Um bis zu 62 Prozent könnten die Preise nach Berechnungen des BDEW in einigen Regionen steigen. "

    Lesen Sie die Pressemitteilung des BDEW in voller Länge :

    https://www.bdew.de/presse/presseinformationen/zahl-der-woche-nitratproblematik-850000-euro-pro-tag-strafzahlungen/

     
  • Klimawandel – Was kann man tun ?

    Die Wählergemeinschaft Die Grünen hatte eingeladen, und 35 interessierte Besucher kamen zu einem Vortrag von Julian Junghanns (Greenpeace Essen). Thema war der Klimawandel, die natürlichen Ursachen sowie der von Menschen gemachte Klimawandel. Ein Schwerpunkt des Vortrages sowie auch der anschließenden Diskussion, waren die Möglichkeiten auf kommunaler Ebene, den Klimawandel aufzuhalten. Begrüßt wurde von allen Anwesenden die Ausrufung des Klimanotstandes in Marl, Skepsis herrschte aber vor, ob nach jahrelanger Tatenlosigkeit jetzt endlich konkrete Maßnahmen gegen den Klimawandel folgen werden. Der Referent erläuterte, dass mit Ausrufung des „Climate Emergency“ die Regierungen und Verwaltungen beauftragt werden, Maßnahmen auszuarbeiten, die über den derzeitigen Stand hinausgehen und versuchen, die menschengemachte globale Erwärmung aufzuhalten. Dazu gehören intelligente Mobilitätskonzepte, wie z.B. Fahrradschnellwege, Ausweitung von Bike – oder Carsharing, ein verbesserter ÖPNV und die Ausweitung von verkehrsberuhigten – und Fußgängerzonen. Aber auch jeder Einzelne ist gefordert. Er muss seinen persönlichen Lebensstil anpassen, in dem er z. B. lokale Kost konsumiert, den Fleischkonsum reduziert, das Auto weniger benutzt und dafür auf das Fahrrad oder den Bus umsteigt. Weniger Flugreisen und der Umstieg auf nachhaltige Stromanbieter gehören ebenfalls dazu. Die große Resonanz ermunterte die Wählergemeinschaft Die Grünen weitere Veranstaltungen zu diesem Thema anzubieten.

     

Antrag der Wählergemeinschaft

Dienstfahrräder für Mitarbeiter der Verwaltung - ein Antrag der Wählergemeinschaft Die Grünen für den Haupt - und Finanzausschuss soll die Verwaltung beauftragen, eine Zusammenarbeit mit "mein dienstrad-de" zu prüfen. Wir sehen darin eine konkrete Maßnahme zum Klimanotstand und zur Minderung des Autoverkehrs. Hier der Antrag im Wortlaut ,diskutiert und entschieden wird am 24. September.

Die Verwaltung prüft eine Zusammenarbeit mit dem Anbieter „mein-dienstrad.de“ oder ähnlichen Anbietern zur Anschaffung bzw. zum Leasing von Dienstfahrrädern.

Begründung :

Der Anbieter „mein dienstrad-de“ https://www.mein-dienstrad.de bietet eine Zusammenarbeit auch mit kommunalen Arbeitgebern und Arbeitnehmern an.

Hier die Erläuterung für Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst :

„Eine clevere Idee – das Dienstrad vom Arbeitgeber

Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber über Ihren Wunsch ein Fahrrad oder ein E-Bike zu leasen. Anders als beim Dienstwagen können alle Arbeitnehmer in den Genuss eines Dienstfahrrads kommen. Das geht ganz einfach.

Sie suchen sich Ihr Wunschrad beim Fachhandel aus und bezahlen es mit Ihrer monatlichen Gehaltsabrechnung. Sie sparen sich damit einen teuren Direktkauf und profitieren von den steuerlichen Vorteilen der Gehaltsumwandlung. Wie hoch diese sind, erfahren Sie auf unserem Leasing-Rechner.

Dank der 0,5% Regel nutzen Sie Ihr neues Dienstfahrrad auch für private Touren. Nach Beendigung der Laufzeit können Sie ein neues Dienstrad beantragen.

Besonders bei E-Bikes ist das interessant. Sie fahren somit stets ein Modell mit der modernsten Technologie in Sachen Antrieb und Akkuleistung. Das alte Rad geben Sie einfach wieder zurück.“

Wir sehen in diesem Angebot eine Alternative zur Nutzung eines PKW`s, neben Umweltaspekten entstehen auch positive verkehrliche Aspekte durch eine Reduzierung des Individualverkehrs. Eine erfolgreiche und zahlreiche Umsetzung wäre ein wichtiger Beitrag der Stadt Marl zum Beschluss Klimanotstand.