• Treibhausgas-Bilanz 2019

    Emissionen sinken – aber nicht bei Verkehr & Gebäuden

    In Deutschland wurden 2019 rund 805 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt – etwa 6,3 Prozent weniger als 2018. Das zeigt die vorläufige Treibhausgas-Bilanz des UBA. Im Vergleich zu 1990 sanken die Emissionen in Deutschland um 35,7 Prozent. Die größten Fortschritte gab es 2019 in der Energiewirtschaft mit einer Minderung von knapp 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. UBA -Präsident Dirk Messner: „Wir wissen aber auch, dass wir uns vor allem bei den erneuerbaren Energien auf den Lorbeeren der letzten 20 Jahre ausruhen. Wir müssen wieder deutlich mehr Windenergieanlagen installieren, daran führt kein Weg vorbei, um Kohlestrom zu ersetzen, der vom Netz geht." Große Anstrengungen sind auch im Verkehr und bei Gebäuden notwendig. In beiden Bereichen war 2019 sogar ein Anstieg der Treibhausgasemissionen zu verzeichnen, da unter anderem mehr Benzin, Diesel und Heizöl verbraucht wurden. Der Wandel hin zu erneuerbaren Energien geht bei Verkehr und Wärmeversorgung immer noch deutlich langsamer voran als bei Strom. - Quelle: http://www.umweltbundesamt.de

     
  • Mehr Sicherheit durch Tempo 30

    Tempo 30 - Mehr Sicherheit durch Tempo 30 innerorts https://www.vcd.org/themen/verkehrssicherheit/tempo-30

    Tempo 30 als Basisgeschwindigkeit bedeutet eine Umkehr der bisherigen Praxis: Nur noch der kleinere Anteil der Straßen, auf denen Tempo 50 erforderlich ist und sichergestellt werden kann, muss ausgewiesen werden.

     
  • Zweifelsfreie Diagnose

    Nasa bestätigt Klimawandel

    2019 war nach Angaben der Nasa sowie der amerikanischen Nationalen Behörde für Ozeane und die Atmosphäre NOAA das zweitwärmste Jahr, seit es Wetteraufzeichnungen gibt. Im weltweiten Durchschnitt war demnach nur 2016 noch wärmer als 2019. Damit bestätigen die Forscher die Ergebnisse des Copernicus-Klimawandeldienstes C3S der Europäischen Union. Damit endet die erste Dekade des 21. Jahrhunderts als wärmste in der Geschichte der modernen Menschheit. Die vergangenen fünf Jahre waren die fünf wärmsten der vergangenen 140 Jahre. Seit den 1960er-Jahren war jede einzelne Dekade wärmer als alle vorhergehenden. Lesen Sie weiter! - Quelle: http://www.sueddeutsche.de 

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Namens Deutscher Werkbund NW am 22.6.2015 schreibt Prof. Dr. Ing. Hein W. Behrendt (Architekt. Desinger. Essen, tel. 0201 – 46 00 18)):

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Arndt

Im Namen des Werkbundes NRW und auch persönlich als langjähriger Mitarbeiter und Sprecher des Büros van den Broek&Bakema auf der Marler Rathaus-Baustelle bin ich gebeten worden, zu der Diskussion über das Rathaus Marl Stellung zu nehmen.

So viel ich erfahren habe, sind zwei Alternativen im Gespräch: die Sanierung und womöglicher Abriss.

Das Rathaus ist ein Meilenstein in der Architekturgeschichte und der gelungene Versuch, einem Rathaus eine Gestalt zu geben, die mehr ist als die eines reinen Verwaltungsgebäudes mit vorgelagertem Ratssaal. Es gehört deshalb unter Denkmalschutz.

In der heutigen Situation ist eine derartige Lösung kaum mehr möglich und zwar nicht nur aus finanziellen, sondern auch aus gesellschaftspolitischen Gründen z. B Wechselspiel vom Bürger zur Verwaltung und politischem Rat mit räumlichem Ausdruck.

Das Rathaus in Marl ist ein Beispiel einer sozialen Demokratie und in der heutigen Zeit unabdingbar, seine Sanierung sollte äußerst behutsam erfolgen mit architektonischem Augenmaß und nur soweit gehen wie erforderlich.

Ein Abriss dieses Juwels ist undenkbar und würde der Stadt Marl schaden, um so mehr als ein Nachfolgeprojekt die architektonische Klasse des Originals wohl kaum erreichen könnte. Nicht nur die Fachwelt, sondern letztlich auch die Bevölkerung einschl. Presse, Verbände usw würden das nicht vergessen. Ich darf mir erlauben – aus Sorge – den Abriss als unvorstellbar zu bezeichnen.

Der Werkbund NRW würde eine Sanierung des Rathauses positiv begleiten wie auch immer.

Über eine Rückantwort Ihrerseits, Herr Bürgermeister, wäre der Werkbund NRW sehr dankbar.

Mit freundlichem Gruß

Prof. Dipl. Ing. Heinz W. Behrendt

 

Derselbe Fachmann Prof. Behrendt in der Marler Zeitung am 18.8.2015:

„Mit Schrecken habe ich – Werkbundmitglied und damaliger Sprecher des niederländischen Architekturbüros van den Broek&Bakema von den Diskussionen über einen eventuellen Abriss des Rathauses gehört.

Abgesehen von der Tatsache, dass dieses architekturgeschichtliche Baudenkmal als Zentrum der Stadt eine identitätsstiftende Funktion hat, würde ein Abriss einen internationalen Skandal auch aus Gründen des Urheberrechtes der Architekten auslösen, er wäre politisch nicht tragbar.

Ein Abriss würde darüber hinaus unabsehbare Kosten verursachen, die erfahrungsgemäß immer höher sind als gedacht, während eine Sanierung Schritt für Schritt mit Augenmaß und wegen Denkmalschutz nur soweit wie unabdingbar erforderlich ist.

Eine pragmatische Sanierung kann eventuell unter den prognostizierten Kosten liegen, während ein Abriss – einmal begonnen, dann aber unumkehrbar – wohl oberhalb der Kostenschätzung liegen wird – Kostenfalle!

Ich weiß um die Tücken einer solchen Maßnahme.

Deshalb sollte die Stadt Marl nicht die Unüberlegtheit begehen, ein solches Juwel abzureißen, es gäbe dann nichts Besseres.

 

Und am 11.2.2019 schreibt Prof. Dr. Behrendt:

„….Ich habe 5 Jahre am Baubüro als Leiter des Architekten-Teams von Rotterdam (gearbeitet), bin mir bewusst und weiß, dass die Kosten eines Abriss nicht zu finanzieren sind….“