• Stadt lehnt Halde ab

    Stadt widerspricht Regionalplanung

    aus der Stellungnahme der Stadt Marl zu den Zielen und Grundsätzen zum Thema „Abfallbeseitigung / Abfallbehandlungsanlagen"

    In den zeichnerischen und textlichen Festlegungen des Entwurfes des Regionalplanes Ruhr mit Stand April 2018 wird die Bergehalde Brinkfortsheide-Erweiterung am Standort Marl als zweckgebundene Nutzung „Aufschüttung und Ablagerung" mit der Zweckbindung „Abfalldeponie" als Vorranggebiet ohne die Wirkung von Eignungsgebieten ausgewiesen.

    Diese Festlegungen werden seitens der Stadt Marl aus den nachfolgenden Gründen abgelehnt.

    Die Stadt Marl fordert den RVR daher auf, in den textlichen und zeichnerischen Festlegungen für die Bergehalde Brinkfortsheide-Erweiterung am Standort Marl die zweckgebundene Nutzung „Aufschüttung und Ablagerung" mit Zweckbindung „Abfalldeponie" zu streichen und in Hinblick auf das hier geplante IGA-2027-Projekt (die Halde ist bereits für die IGA 2027 angemeldet) durch die Festlegung „Freiraumbereich mit der zweckgebundenen Nutzung Freizeiteinrichtung" zu ersetzen.

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  • Josefa-Lazuga-Straße soll Autostraße werden

    Obwohl unserer Welt mehr und mehr die Luft ausgeht und das Gebot der Stunde eigentlich heißen sollte, alles Menschenmögliche zu tun, um die fortschreitende Atemnot zu mildern, handeln die in der Marler Verwaltung Verantwortlichen und die überwältigende Mehrheit der von der Bürgerschaft gewählten politischen Vertreter immer noch und immer wieder so, als ob uns mehrere Welten zur Verfügung stehen. Um einem Investor in einem weiteren Lebensmitteldiscounter im - besser am - Marler Stern die Anfahrt der motorisierten Kundschaft zu ermöglichen, wir ein fußgänger- und radfahrerfreundlicher Bereich in eine Motormeile umgewandelt.

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  • Protest gegen Autos auf der Josefa-Lazuga-Alle

    Allee soll autofrei bleiben

    Mit Erschrecken konnte man in den letzten Tagen beobachten, wie im Auftrag des bekannten Investors vor dem ehem. Karstadtgebäude am Marler Stern die Baumaßnahme zur Errichtung von ca. 100 Parkplätze begonnen wurde. Während in anderen Städten der Autoverkehr aus den Innenstädten heraus gedrängt wird, macht Marl die Rolle rückwärts zur autogerechten Stadt. Ein Schildbürgerstreich, der von allen Parteien gegen den alleinigen Widerstand der Grünen Wählergemeinschaft beschlossen wurde. Um unseren Protest gegen diesen städtebaulichen Unsinn auszudrücken, lädt die Grüne Wählergemeinschaft alle interessierten Bürger zu einer Aktion ein.

    Montag, 4. Februar 2019, 16. 00 Uhr

    an der Kreuzung Josefa-Lazuga-Allee / Adolf-Grimme-Str.

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wozu sich der Marler Rat nicht durchringen konnte......

Kurz vor Weihnachten rettete das deutsche Hilfsschiff "Sea-Watch 3" mehr als 30 Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken. Jetzt bietet die Stadt Marburg an, die Menschen aufzunehmen - und appelliert an Bundesinnenminister Horst Seehofer.

Die Stadt Marburg erklärte sich bereit, Boots-Flüchtlinge aus dem Mittelmeer aufzunehmen. Konkret handelt es sich um 32 Männer, Frauen und Kinder, die das deutsche Hilfsschiff "Sea-Watch 3" kurz vor Weihnachten vor Libyen gerettet hat.

Marburg habe sich als sicherer Hafen angeboten, teilte Oberbürgermeister Thomas Spies (SPD) am Donnerstag mit.

Die "Sea-Watch 3" ist zurzeit noch auf hoher See. Der Inselstaat Malta hatte dem Schiff am Mittwoch erlaubt, in seine Gewässer einzufahren. Einen sicheren Hafen zum Einlaufen habe man bisher aber nicht, teilte die Besatzung auf Twitter mit.

Um Druck auf die Bundesregierung zu machen, schrieb Spies einen Brief an Innenminister Horst Seehofer (CSU). Darin bittet er Seehofer, die Aufnahme der Geretteten in Deutschland zu ermöglichen und sie der Stadt Marburg zuzuweisen. "Nach unserer Überzeugung und dem geltenden Recht müssen Menschen, die in Seenot geraten, gerettet werden - egal, aus welchen Gründen sie auf dem Meer sind."

Außerdem handle es sich um eine verschwindend geringe Zahl: "Und solange ein Teil unseres Wohlstands an Armut und Unterdrückung in anderen Ländern hängt, solange ist das Schicksal von Menschen in Not auch unsere Verantwortung." Nach Angaben der Stadt sind der zuständige Fachdienst und ehrenamtliche Helfer bereit, sich um die Flüchtlinge zu kümmern.

Auch Wiesbaden will Bootsflüchtlinge aufnehmen, Frankfurt nicht

Auch die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden erklärte sich grundsätzlich bereit, in Zukunft aus Seenot gerettete Flüchtlinge aufzunehmen. Die Stadtverordnetenversammlung hatte Mitte Dezember einen entsprechenden Beschluss gefasst. Auf Anfrage von hessenschau.de hieß es, dass man aber noch an der Umsetzung arbeite und sich möglicherweise an künftigen Aktionen beteilige.

Die Stadt Frankfurt hatte es abgelehnt, Flüchtlinge aus dem Mittelmeer aufzunehmen. Im November war ein Antrag dazu gescheitert. Als Grund wurde die extrem angespannte Wohnungssituation genannt.

Sendung: hr-iNFO, 03.01.2019, 14.00 Uhr

Quelle: hessenschau.de/dn, AFP

https://www.hessenschau.de/gesellschaft/marburg-will-gerettete-mittelmeer-fluechtlinge-aufnehmen,marburg-hafen-fuer-mittelmeer-fluechtlinge-100.html