• Brinkfortsheide Nachfolge

    06.10.2017

    Halde für Bauschutt und andere Abfälle

    Deponieklasse I: Die Deponieklasse I nimmt Abfälle mit niedrigem Schadstoffgehalt sowie mit einem geringen Anteil organischer Stoffe, z.B. Industrieabfälle sowie Hausmüll, auf. Sie besitzt eine durch minerale Stoffe gebildete Basisabdichtung. (Quelle: http://www.dornbach.com)

Landespartei mit Grüner Wählergemeinschaft

Ein Geschenk zum 40. Geburtstag der Wählergemeinschaft? Das wohl nicht, aber in ihrer Historie erinnern Bündnis 90/Die Grünen NRW auf ihrer Homepage auch an die Grüne Geschichte in Marl. Auf dem Auftaktfoto der Grünen Geschichte sieht man Mitglieder der Wählergemeinschaft beim Protest gegen die Lipperandstraße. Ein Protest der erfolgreich war, das Straßenprojekt, welches mitten durch das Nachtigallental führen sollte, wurde nicht durchgeführt. Auf dem Foto von 1987 oder 1988 auch die heute noch aktiven Mitglieder der Wählergemeinschaft Gerda Brünger-Rath, Norbert Pfänder, Paul Wagner und Johannes Westermann. Sie stehen auch heute noch für eine aktive grüne Kommunalpolitik!

https://gruene-nrw.de/partei/historie/

Unser Hambacher Forst ist der Jahnwald

Mit einer Baumspende unterstützte die Wählergemeinschaft Die Grünen die friedlichen Proteste gegen den unverantwortlichen Fällwahn im Hambacher Forst. Aber auch in Marl engagiert sich die WG immer wieder für den Baumschutz. Seit Jahren setzen wir uns für den Gänsebrink und den Erhalt des Waldes am Jahnstadion ein. Die Wählergemeinschaft arbeitet gemeinsam mit der Hülser Bürgerinitiative für den Erhalt des so wichtigen Grünbereichs rund um das Jahnstadion.

Das Aus für den Röttgershof

Mit einer knappen Mehrheit von 8 : 7 Stimmen beschloss der Sozialausschuss den Röttgershof nicht mehr als Unterkunft für Flüchtlinge zu nutzen. Alle im Rat der Stadt Marl vertretende Parteien schlossen sich dem CDU- Antrag an. Nur die SPD stimmte dagegen. Nach kontroverser und hitziger Diskussion wurde endlich die seit 25 Jahren in der Diskussion stehende Einrichtung endgültig dicht gemacht. Wer Integration als oberstes Ziel der Flüchtlingsarbeit will, darf keine Unterkunft belegen, die am Rande der Stadt liegt . Vor mehr als zwei Jahren ist noch ein ähnlicher Antrag der Grünen Wählergemeinschaft gescheitert. Dieser Schandfleck der Marler Sozialpolitik scheint endgültig ad acta gelegt worden zu sein.

Antrag zur Aufnahme von Flüchtlingen

Für den nächsten Sozialausschuss stellt die Wählergemeinschaft einen Antrag, 10 aus Seenot geettete Flüchtlinge in Marl aufzunehmen.

Hier unser Antrag :

Die Stadt Mal erklärt sich bereit, 10 aus Seenot gerettete Flüchtlinge, aufzunehmen

Begründung:

Europa schottet sich an seinen Aussengrenzen vor Flüchtlingen ab und eine der

Folgen ist, dass fast täglich Menschen im Mittelmeer ertrinken. Allein im Juni und Juli

sind es mehr als 850 Geflüchtete gewesen.

Besonders unwürdig ist das Verhalten der Staaten, die die Rettungsschiffe tagelang

herumirren lassen und das Anlegen verweigern, wie es das Beispiel der

„Lifeline“ und der „Aquarius“ zeigt. So wird der europäische Gedanke zu Grabe getragen.

Gerade die Randale der Rechten in Chemnitz zeigt, wie wichtig es ist klar Position

für Menschlichkeit und Solidarität zu zeigen.

Wir wollen nicht länger wegsehen und so tun, als ginge uns das Sterben im

Mittelmeer nichts an. Menschen zur „Abschreckung“ ertrinken zu lassen, kann keine Lösung sein.

Als Zeichen für eine andere Flüchtlingspolitik und der Solidarität mit Menschen in Not

erklärt die Stadt Marl sich bereit 10 aus Seenot gerettete Flüchtlinge aufzunehmen.

Marl braucht drei statt zwei Standorte für die IGA 2027!

Hartmut Dreier kommentiert:

Die Marler Zeitung berichtet am 4. 9. 2018 von städtischen Planungen im Blick auf die Internationale Gartenbauausstellung IGA 2027. Marl wird sich mit anderen Städten im Ruhrgebiet beteiligen und arbeitet derzeit an einem Bewerbungskonzept. Neuerdings gibt es einen Haken: Offenbar sind momentan vorrangig im Gespräch die beiden Standorte Volkspark Alt-Marl und das Marler Zentrum. Seitens der Stadt soll aber die Halde Brinkfortsheide zurückgestellt werden: Für diese war für die IGA 2027 bisher als „ehrgeizigstes Projekt“ die sog. „Große Freiheit“ überlegt: ein „Erholungsort“ mit großem Sandstrand für Jung und Alt, eine Bach- und Schluchtenlandschaft, Hängebrücken, Gleitseilbahn. Denn – so lesen wir weiter - die RVR/RAG plant auf der Halde Brinkfortsheide eine Bauschutt-Deponie. Und die RVR/RAG will aus den Erlösen aus der Bauschutt-Deponie in Marl und in 2 weiteren Halden - Dorsten und Dinslaken - den Betrieb der anderen 17 re-naturierten Halden im Ruhrgebiet finanzieren.

Gegen diese Planung von RVR/RAG gibt es bereits heftige Proteste. Ohnehin wird befürchtet, dass mit dem Bauschutt auch giftiger Sondermüll aus dem ganzen Land künftig auf diese Marler Halde kommen wird. Stadtrat und Kreistag haben sich bereits deutlich gegen diese dreckige Nutzung der Halde ausgesprochen. Baudezernentin Andrea Baudek und Stadtplaner Markus Schaffrath sagen immer, sie als Verwaltung machten Vorlagen, aber die Politik entscheidet. Die Politik in Stadt und Kreis hat bereits entschieden Stellung gegen die Sondermüll-Deponie Position bezogen. Was und wer hindert die Bauverwaltung jetzt daran, nun mit gleicher Leidenschaft alle drei Projekte Marls für die IGA 2027 zu entwickeln?

Und nun sagt unsereiner: Es ist empörend, dass aus „Große Freiheit“ bei der IGA 27 nichts wird, weil RVR/RAG die Halde gewerblich für „komplexen“ Schutt nutzen will. Dagegen geht erfreulicherweise die Bürgerinitiative Marl-Hamm vor. Übrigens: Im Rahmen solch einer Planung „Große Freiheit“ für die IGA 2017 lässt sich die Halde Brinkfortsheide künftig verbinden mit den vorhandenen Grünzügen in Hüls („Kreta“) durch die Dr. Klausenerstrasse, Jahnwald/Jahnstation, Gänsebrink (samt endlich zu erneuerndem) Teich und Loemühlenbach, mit dessen Bach-Aue in nördlicher Richtung nach Marl-Hüls und in südlicher Richtung nach Drewer (an der Scharounschule entlang) und in die Matena.

Ich erinnere an Bürgermeister Rudi Heiland: Er hat die damals besten Berater der Bundesrepublik um sich gehabt. Marl war vor fast 50 Jahren die „Beispielstadt“ im Ruhrgebiet. Die Interessierten aus Europa kamen hierher. (Noch kommen sie nach Marl: zur Scharounschule, zu den Hügelhäusern, Rathaus usw – im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018, nächstes Jahr beim 100Jährigen vom Bauhaus.) Rudi Heiland schrieb uns allen ins Stammbuch: „… dass in dieser Stadt der Arbeit und der Arbeiter nicht nur Bauten emporwachsen, sondern dass die Einwohner teilhaben an den geistigen Problemen der Stadt, dass ihnen ihre Stadt und ihr Werden ein persönliches Anliegen ist. In diesem Geiste muss - so glauben wir in Marl - eine Großstadt der Zukunft geboren werden, um und mit dem Bewußtsein ihrer Bürger, die um alle Einzelheiten wissen, die sich keinen Baum nehmen lassen aus dem Grüngürtel, der ihre Stadt vor Rauch und Ruß des Ruhrgebietes schützen soll, die leidenschaftlich mit diskutieren....und die stolz darauf sein, wenn Besucher aus aller Welt Anteil nehmen...." (Quelle: Rudolf Heiland: Wir bauen eine Stadt, in: Günther Marschall (Hg.): Marl - Geburt einer Großstadt" in der Reihe: Deutsche Städte - heute und morgen I (ohne Jahresangabe), s. 7.