• Deutschland weltweit stark betroffen

    Extremwetterereignisse

    Klima-Risiko-Index: Deutschland liegt nach Hitzewellen und Rekorddürre im Jahr 2018 auf Rang 3 hinter Japan und den Philippinen / Im Langfrist-Index sind Puerto Rico, Myanmar und Haiti am stärksten betroffen / Weltweit knapp 500.000 Todesopfer und rund 3,5 Billionen US-Dollar Schäden durch über 12.000 extreme Wetterereignisse in den vergangenen 20 Jahren. - Zum ersten Mal in der 14-jährigen Geschichte des Klima-Risiko-Index gehört Deutschland zu den drei am stärksten von Extremwetter betroffenen Staaten weltweit. Wie der heute beim Klimagipfel vorgestellte Index der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch zeigt, forderten die Hitzewellen im Jahr 2018 mehr als 1.200 Todesopfer und verursachten in Kombination mit der Rekorddürre Schäden in Höhe von rund 1,3 Milliarden US-Dollar (ca. 1,2 Mrd. Euro) in Kaufkraftparitäten - die Gesamtschäden durch Wetterextreme in Deutschland beliefen sich auf rund 4,5 Mrd. Euro (mehr dazu s.u.). Nur Japan und die Philippinen waren im vergangenen Jahr noch stärker von Extremwettern betroffen. Im Langfrist-Index, der die Jahre 1999 bis 2018 betrachtet, sind Puerto Rico, Myanmar und Haiti die am massivsten von Stürmen, Überflutungen und Dürren heimgesuchten Staaten. - Quelle und mehr: http://www.germanwatch.org

     
  • Lärmbelästigung im Wohnumfeld

    Deutschland belegt Spitzenplatz in der EU

    Rund 28 % der Bevölkerung Deutschlands fühlten sich im Jahr 2018 in ihrem Wohnumfeld durch Verkehrs- oder Nachbarschaftslärm belästigt. Innerhalb der Europäischen Union (EU) verzeichnete neben Deutschland nur Malta einen solch hohen Anteil an gefühlter Lärmbelästigung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist der Wert in Deutschland im Vergleich zu 2017 (26 %) um knapp 2 Prozentpunkte gestiegen. In Ländern wie Kroatien, Ungarn, Estland und Bulgarien ist der Bevölkerungsanteil, der sich 2018 durch Lärm im Wohnumfeld belästigt fühlte, im EU-Vergleich am niedrigsten (jeweils unter 10 %). Der EU-Durchschnitt lag bei 18 %. - Quelle: http://www.destatis.de

     
  • BUND: Magere Halbzeitbilanz für Laschet

    Landesregierung hat keine Antworten

    Zur Halbzeit der Legislaturperiode stellt der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) der schwarz-gelben Landesregierung ein schlechtes Zeugnis aus. „Unter dem Diktat, die Wirtschaft zu entfesseln, treibt Ministerpräsident Laschet mit seinem Kabinett die Zerstörung des Freiraums und den Verlust an Artenvielfalt aktiv voran", kritisierte der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht. „Zu existenziellen Herausforderungen wie dem Klimawandel oder dem Insektensterben liefert Schwarz-Gelb keine Lösungen, sondern verschärft die Situation. Die Ökologie ist aufs Abstellgleis geraten." Als ein Beispiel nannte der BUND-Chef die Änderung des Landesentwicklungsplans. Damit werde der Freiraumzerstörung durch die Erleichterung von Abgrabungen für mineralische Rohstoffe oder die vereinfachte Ausweisung von Industrie- und Gewerbegebieten „auf der grünen Wiese" Vorschub geleistet. Die Verabschiedung von dem Ziel, den Freiraumverlust perspektivisch auf Netto-Null zu reduzieren, gleichzeitig aber den naturverträglichen Ausbau der klimafreundlichen Windenergie massiv auszubremsen, ist für Sticht „ein Angriff auf unsere natürlichen Lebensgrundlagen. Wir werden das nicht hinnehmen und prüfen deshalb eine Klage gegen die Änderung des Landesentwicklungsplans." - Quelle und mehr zum Thema: http://www.bund-nrw.de

     

Gewinn steigt, Löhne weiter unterdurchschnittlich

Die Branche der Post-, Kurier- und Expressdienste boomt, und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Doch nicht alle profitieren vom Wachstum. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verdienten vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Branche 2018 mit durchschnittlich 2 826 Euro brutto im Monat gut 1 000 Euro weniger als Durchschnittsbeschäftigte im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich (3 880 Euro). Zwar ist im Vergleich zum Jahr 2010 der Bruttomonatsverdienst aller Beschäftigten (Vollzeit-, Teilzeit- und geringfügig Beschäftigte) in der Branche um 14,5 % gestiegen. Er bleibt jedoch hinter der Entwicklung des gesamten Produzierenden Gewerbes und Dienstleistungsbereichs (+22,4 %) zurück. Von den vergleichsweise niedrigen Löhnen sind immer mehr Beschäftigte betroffen. So stieg die Zahl der Erwerbstätigen bei den Post-, Kurier- und Expressdiensten von 2010 bis 2017 um 14 % auf eine halbe Million Personen. Gleichzeitig erwirtschaftete die Branche 2017 eine Bruttowertschöpfung von knapp 17 Milliarden Euro. Dies ist ein Anstieg um 28 % gegenüber 2010. Der Wirtschaftsbereich hatte 2017 einen Anteil von 0,6 % an der gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland. - Quelle und mehr: http://www.destatis.de

Ratsmitglieder der Wählergemeinschaft geehrt

Für ihre langjährige ehrenamtliche Ratstätigkeit wurden jetzt die beiden Ratsmitglieder der Wählergemeinschaft Die Grünen, Beate Kühnhenrich (10 Jahre) und Johannes Westermann (30 Jahre) durch Bürgermeister Werner Arndt geehrt. „Es war oft nicht einfach, in der meisten Zeit alleine und in der Minderheit ökologische Themen zu vertreten. Viele Anträge wurden ohne inhaltlich gewertet zu werden von der absoluten SPD – Mehrheit abgelehnt“, erinnert sich Johannes Westermann. „Trotzdem gab es auch Erfolge, wie z.B. die Rettung des Türmchens am Standort, der Scharounschule oder auch die Finanzierung von Stadtteilbüros. Bei diesen Themen standen wir erst ganz alleine, aber die Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt.“ Eine absolute SPD- Mehrheit hat Beate Kühnhenrich politisch noch nicht erlebt. „Trotzdem ist es immer wieder schwierig, Zukunftsentscheidungen auch aus ökologischer Sicht zu bewerten. Zumindest der Klimanotstand und ein eigenes Amt für Umwelt – und Nachhaltigkeit sind maßgeblich durch unsere Aktivitäten entstanden. Nun gilt es diese Voraussetzungen zu nutzen, um ökologische Politik in Marl umzusetzen“, erklärt Beate Kühnhenrich. „Wir bleiben  die einzige konsequente grüne Fraktion in Marl, und hoffen, dass wir unsere Arbeit auch nach der nächsten Kommunalwahl fortsetzen können.“  Bleibt noch zu erwähnen, dass seit 1979 die politische Arbeit der Wählergemeinschaft ehrenamtlich gemacht wird, der weitaus größte Teil der Aufwandsentschädigungen wird gespendet.

Politische Mehrheit bleibt Autolobby

Wie nicht anders zu erwarten - und leider auch zu befürchten - war, haben die Marler Autofahrer auch weiterhin in der politischen Mehrheit der Marler Volksvertreter eine stabile Lobby. Der Bürgermeister brachte die Mehrheitsmeinung auf den Punkt, indem er sich dahingehend äußerte, dass Marl das Weltklima ohnehin nicht retten könne und es keinen Sinn mache, sich mit Handlungsdefiziten zu beschäftigen; man müsse den Blick nach vorn richten. Ein Vertreter der industriefreundlichen Art formulierte es noch demaskierender, als er vorbrachte, man müsse die Entwicklung - er nannte es 'Evolution' - abwarten und dann entsprechend reagieren. Am Ende einer langatmigen Diskussion nickte die Mehrheit Teile des sog. klimafreundlichen Konzeptes ab, stellte aber die Entscheidung über das Gesamtkonzept noch zurück, weil man erst noch genauer nachlesen wollte,was überhaupt beschlossen werden sollte; außerdem habe das Ganze ja auch noch Zeit und dränge nicht. A propos Zeit: Die Verwaltung brauchte seit Vergabe des Auftrags zur Erstellung des Konzeptes an ein Fachbüro drei Jahre, um den Ausschüssen und dem Rat eine entsprechende Beschlussvorlage zu präsentieren. 

An:

Europäische Union: Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments: Brüssel/Straßburg

BürgerbeauftragteR der Europäischen Union: Brüssel

z. Kenntnis: EU-Kommission: Brüssel

zur Kenntnis in der Bundesrepublik Deutschland:

Bundesrepublik Deutschland: Bundesumweltministerium: Bundesumweltministerin Svenja Schulze, Berlin (sowie Referat N I2 Gebietsschutz Natura 2000 – Ruth Oldenbruch)

Land: NRW: Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz NRW, Ministerin Frau Ursula Heinen-Essen, Düsseldorf

RVR Regionalverband Ruhr: Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel (sowie Kersten Blaschczok – RVR Ruhr Grün)

Kreis Recklinghausen: Landrat Cay Süberkrüb, Kreis Recklinghausen, Recklinghausen (sowie Lukas Walter – Fachdienst 12)

Stadt Marl: Bürgermeister Werner Arndt, Stadt Marl

In der Sache: Wir erneuern unsere Fachaufsichtsbeschwerde vom 24.Jan.2019 nach der damaligen Abholzung im Januar 2019 im Naturschutzgebiet Nr. 11 „Die Burg": Natur 2000/FFH-Gebiet , weil die Antwort vom Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments unserem Kenntnisstand nach ohne Berücksichtigung der Rechtslage und der Fakten erfolgte.

Betrifft: Unsre Petition beim Petitionsausschuss der ENr. 0079/2019 vom 24. Jan. 2019 zu Rodungen in einem FFH-Gebiet in Nordrhein-Westfalen, d.h. im Naturschutzgebiet Nr. 11 „Die Burg": Natur 2000/FFH-Gebiet ,.

Bezug: Europäisches Parlament/Petitionsausschuss, 30.8.2019 „Mitteilung an die Mitglieder" vom 30.8.2019, uns zugesandt durch das PETI-Sekretariat am 10.Okt. 2019