• Brinkfortsheide Nachfolge

    06.10.2017

    Halde für Bauschutt und andere Abfälle

    Deponieklasse I: Die Deponieklasse I nimmt Abfälle mit niedrigem Schadstoffgehalt sowie mit einem geringen Anteil organischer Stoffe, z.B. Industrieabfälle sowie Hausmüll, auf. Sie besitzt eine durch minerale Stoffe gebildete Basisabdichtung. (Quelle: http://www.dornbach.com)

10 Familien klagen gegen die EU

 

Stellvertretend für alle haben 10 Familien eine historische Klage gegen die schwache und halbherzige Klimapolitik der EU eingereicht. Jetzt ist diese Klage vom Gericht der Europäischen Union zugelassen worden. Das Gericht teilte dem EU-Parlament und den Staats - und Regierungspräsidenten mit: Sie sind angeklagt, nicht genug zu tun, um die Bürgerinnen und Bürger vor dem Klimawandel zu schützen. Die Anwälte der Familien haben für ihre Klageschrift 5000 Seiten Beweise zusammengetragen die zeigen, dass die EU nicht alle möglichen und notwendigen Schritte unternimmt, um größeren Schaden abzuwenden.

Nähere Informationen und die Möglichkeit eien Solidaritätsbrief zu unterschreiben unter https://act.wemove.eu/campaigns/klimaklage-gegen-eu?utm_source=civimail-16723&utm_medium=email&utm_campaign=20180813_DE

Hartmut Dreier zum Denkmalschutz - Richtigstellungen und Anmerkungen

Hartmut Dreier (Sachkundiger Bürger im Kulturausschuss) nimmt Stellung zum Antrag der Fraktion Bündnis 90 zum Denkmalschutz Marler Rathaus:


Dass der Antrag der Bündnisgrünen gegen die Rathaussanierung so breiten Raum in der Marler Zeitung am 11.8.2018 erhalten hat, verdankt sich dem Sommerloch. Lokalredakteurin Martina Möller kommentiert ja selber unter der Überschrift „Sommertheater“. Staunende Leser fragen allerdings die MZ: gibt es wirklich keine wichtigeren Themen derzeit in Marl?
Die Unterschutzstellung des Rathauses als Denkmal und die Sanierung ist seit Oktober 2015 beschlossene Sache. Dabei haben sich Bürgermeister Werner Arndt und Landrat Cay Süberkrüb verdient gemacht: im Sinne des gesetzlich geregelten Miteinanders der Zuständigkeiten „oben: Staat“ und „unten: Kommunalparlament“: Denkmalswerte Gebäude wie das Rathaus Marl müssen auch schon mal geschützt werden können vor Mehrheiten am Ort, wie wir von damals wissen. Übrigens gab es in 2015 ein bürgerschaftlich breites Interesse am Erhalt des Rathauses Marl und dessen Sanierung als Denkmal. Ich war selber dabei, als es zur entsprechenden Bürgerinitiative „Pro Rathaus“ kam.
Der Wechsel zur neuen Landesregierung hat damit nichts zu tun. Förderzusagen gelten langfristig. Außerdem gibt es seit Herbst 2015 ein breites kommunalpolitisches Interesse, das ganze Marler Zentrum wieder lebendig und attraktiv zu machen – dazu gehören das Rathaus und der Marler STERN. Politisch einflussreiche Kontakte nach Düsseldorf gibt es durch die SPD (frühere Landesregierung) und CDU (heutige Landesregierung). Insofern brauchen sich die Herren Sandkühler und Schulz von den „Bündnisgrünen“ keine Sorgen zu machen.
Wer derzeit das Fass „Rathaus“ wieder aufmachen möchte, muss sich allerdings fragen lassen, wo man in der Diskussion z.B. zu ISEK Integriertes Stadtentwicklungskonzept mit dem Rathaus als Denkmal war. Nicht zu übersehen ist auch: In Marl gibt es durchaus breiten Bürgerstolz im Blick auf die Bauwerke der „Ruhrmoderne“ der 1960 und 1970er Jahre. Dazu haben wir von Georg Elben, dem auch baukulturell kompetenten Leiter des Skulpturenmuseums Marl gelernt: wer künftig in der Welt die Ruhrmoderne/ Nachkriegsmoderne kennen lernen will, wird nach Marl kommen, so wie die ganze Welt nach Dessau pilgert, um das Bauhaus der Zeit vor 100 Jahren kennen zu lernen. Marl hat also wunderbare Bauwerke aus den 1960 und 1970er Jahre: Rathaus, Stadtzentrum inklusive Citysee, Scharounschule, Hügelhäuser, eine ausgefeilte Grünflächenplanung u.a. Sie machen unsere Stadt anziehend – international.
Das Rathaus Marl lässt sich im übrigen gar nicht so einfach abreißen, wie der damalige Bauleiter Prof. Heinz Behrend (Essen) nicht müde wird mitzuteilen; er war für das niederländische Baubüro von den Broek-Bakema seiner Zeit der Baustellenbeauftragte und er kennt die Baukonstruktion genau.
Das Rathaus Marl verkörpert den Geist der Europäischen Versöhnung nach dem 2. Weltkrieg, nach der Katastrophe der Hitler-Diktatur. Die besten Architekten Europas wurden damals von dem wirklich weitsichtigen Bürgermeister Heiland bei dem begrenzten Architektenwettbewerb für das Rathaus eingeladen und daraus ging das Büro van den Broek-Bakema in Rotterdam als Preisträger Nr. 1 hervor. Ihr Entwurf atmet den auch heute verpflichtenden Geist von Demokratie und Weltoffenheit in Verbindung mit Qualität der Baustoffe und Kühnheit der Gestaltung: die Verwaltung arbeitet in den Türmen, Saal und Räume über dem Skulpturenmuseum gehörten der Bevölkerung, dazwischen sind der Bürotrakt vom Bürgermeister und Dezernenten als Scharnier zwischen Verwaltung und dem Volk als Souverän. Die Konstruktion des Rathauses war damals ingenieurtechnisch eine Pioniertat, man denke nur an die unterirdische Hydraulik gegen Bergschäden oder die Aufhängung der Geschosse der beiden Türme. Natürlich ist der Stahlbeton von vor 60 Jahren nicht so „ewig“ wie damals versprochen, man denke nur an die Autobahnbrücken oder marode Teile der Ruhruniversität.
Aber das Rathaus Marl gehört zu den „Big Beautiful Buildings“, die in diesem Jahr 2018 im Rahmen vom „Europäischen Kulturerbejahr 2018“ auch europaweit und weltweit gefeiert werden. Die Hügelhäuser wurden neulich in dieser Reihe ausgezeichnet. Die Scharounschule folgt im Herbst. Das Rathaus ist auch dran, wie die Verantwortlichen des „Europäischen Kulturerbe-Jahres“ längst mitgeteilt habe.

 

 

 

Erdüberlastung steigt an


Seit dieser Woche leben wir auf Pump. Am 1. August war der globale Erdüberlastungstag – der markiert den Zeitpunkt, an dem wir die natürlichen Ressourcen unseres Planeten für das laufende Jahr vebraucht haben. Was wir jetzt an Wasser, Wäldern und Ackerland verbrauchen, kann sich nicht mehr regenerieren. Der "Overshoot Day" rückt von Jahr zu Jahr immer weiter nach vorne. Schuld daran ist unser Wirtschaften, das mit einem hohen Energieverbrauch, Wasserverschmutzung und der Vernichtung unserer Umwelt einhergeht.

Auf Change.org setzen sich immer mehr Menschen gegen diese Erdausbeutung ein. Es gibt zahlreiche Kampagnen für den Umwelt- und Klimaschutz, über 100.000 Menschen fordern einen konsequenten Kohleausstieg in Deutschland, 57.000 Menschen wollen, dass die landwirtschaftliche Tierhaltung auf der Weltklimakonferenz verhandelt wird. Die Stimmen für eine ökologische Landwirtschaft und gegen Massentierhaltung und Überfischung werden immer lauter. 
Helfen Sie uns dabei, diesen Kampagnen mehr Gehör zu verschaffen und die Politik zum Handeln zu bewegen! Als Förder*in des gemeinnützigen Change.org e.V. stärken Sie die Bürgerbeteiligung und stellen sicher, dass wir langfristig mehr Kampagnen für den Schutz unseres Planeten betreuen können.
 

Marler Wege zum Frieden rufen zur Demo auf

 

Kurzfristig riefen die Marler Wege zum Frieden zu einer Demo gegen die Gründung eines Stadtverbandes der AfD in Marl auf. Ca. 70 Marler zeigten Flagge für den Frieden, dabei auch zahlreiche Mitglieder der Wählergemeinschaft, unter ihnen die beiden Ratsmitglieder Beate Kühnhenrich und Johannes Westermann. Außer den 70 Bürgern für den Frieden war auch ein kleines Häufchen Angstbürger da, Gut, dass die friedlich demonstrierenden Marler Bürger sich nicht provozieren ließen. Die Afd setzt sich die Verhinderung des Neubaus einer Moschee in Marl als erstes Ziel. Übrigens mit den gleichen Argumenten gegen den Bau, die eine Fraktion im Marler Rat (Bündnis 90) vorgebracht hatte, und die von der Stadtverwaltung widerlegt wurden.

Die von Schülerinnen und Schülern des Gymnasium im Loekamp erstellten Hochbeete wurde vor einigen Tagen mal wieder ein Opfer von Vandalismus. Unbekannte rissen Pflanzen aus und zerstörten Teile des auf dem Schulgelände angelegten Beetes, welches regelmäßig von Schülern gepflegt und bepflanzt wird. Die Wählergemeinschaft spendet für die Wiederherstellung 50 €, das Gymnasium bedankte sich sehr herzlich.