• Datteln macht Ökostromern Probleme

    Umstrittenes Kohlekraftwerk

    Trotz niedriger Stromnachfrage am Markt läuft das neue Kraftwerk im Testbetrieb auf vollen Touren – und sorgt damit für stark negative Strompreise. Eigentlich ist der Bedarf an Strom aus Kohlekraftwerken derzeit so gering wie noch nie: Der deutliche Rückgang des Stromverbrauchs durch die Coronakrise einerseits und eine wetterbedingt überdurchschnittliche Produktion von Wind- und Solarstrom andererseits haben die Leistung der deutschen Stein- und Braunkohlekraftwerke im April auf den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten fallen lassen. Gerade bei der Steinkohle wurden weniger als 10 Prozent der Kapazität ausgenutzt. Nur ein Kohleblock lief im April trotzdem an vielen Tagen auf Hochtouren: Datteln 4, das umstrittene neue Kraftwerk bei Recklinghausen. - Lesen Sie weiter, wenn Sie wissen wollen, warum Datteln 4 dem Ökostrom Probleme macht. - Quelle und mehr: http://www.taz.de

     
  • Corona killt Kohle

    Stromerzeugung während der Pandemie

    Die Corona-Pandemie drosselt in vielen Regionen der Welt die Verbrennung von Kohle. In der Krise wird weniger Strom verbraucht oder billiger mit Gas und erneuerbaren Energien erzeugt. Weil die Verbrennung von Kohle nicht schnell hoch- und runterzufahren ist, wird sie ineffizienter, wenn die Nachfrage schwankt. Und fixe Kosten, etwa Preise für die CO2-Zertifikate, verteuern Fossile zusätzlich. In Deutschland sank die Stromnachfrage in der Krise um etwa 10 Prozent, in anderen Ländern deutlich mehr. Bis Ende März gab es auf dem Strommarkt in Deutschland 130 Stunden mit „negativen Preisen" – wer Strom abnahm, wurde dafür noch bezahlt. Die Corona-Pandemie drosselt in vielen Regionen der Welt die Verbrennung von Kohle. Den Trend zu mehr CO2 in der Atmosphäre kann das nicht stoppen. - Quelle: http://www.taz.de

     
  • EU-Parlament zu Corona

    Zwangslizenz für Impfstoff

    Abgeordnete des EU-Parlaments haben sich dafür ausgesprochen, den Zugang zu Coronavirus-Impfstoff notfalls über sogenannte Zwangslizenzen zu garantieren. Rechtlich sei es möglich, Medikamente sowie Impfstoffe auch ohne ausdrückliche Genehmigung des Originalherstellers in der EU herzustellen, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Peter Liese (CDU), am Donnerstag in einer Plenumsdebatte. Sollte ein Impfstoff zunächst in den USA oder in China entwickelt werden, müsse die EU alles dafür tun, dass der Impfstoff tatsächlich allen Ländern zur Verfügung stehe. Mit Zwangslizenzen dürften europäische Firmen den Impfstoff ohne eine Genehmigung des Patentinhabers produzieren. Dieser würde dann mit einer staatlich festgelegten Gebühr entschädigt. Die Gesundheit der Menschen dürfe nicht vom guten Willen der Pharmaindustrie abhängen, sagte die belgische Abgeordnete Petra De Sutter. Auch sie sprach sich dafür aus, die EU-Staaten, wenn notwendig, Zwangslizenzen vergeben. Die Europäische Union müsse zudem sicherstellen, dass unter Zwangslizenzen hergestellte Medizin importiert und weltweit gehandelt werden könne, forderte die Grünen-Europaabgeordnete Anna Cavazzini. - Quelle und mehr: http://www.sueddeutsche.de

    Weiterlesen ...  

Überschuldete Privat-Haushalte

Über ein Drittel (35 %) der überschuldeten Personen, die im Jahr 2019 die Hilfe einer Schuldnerberatungsstelle in Anspruch nahmen, lebten mit mindestens einem unterhaltspflichtigen Kind im eigenen Haushalt. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis der Ergebnisse der Überschuldungsstatistik 2019 anlässlich der Aktionswoche Schuldnerberatung vom 25. bis 29. Mai 2020 unter dem diesjährigen Motto „Chancenlose Kinder? Gutes Aufwachsen trotz Überschuldung!" mit. Weitere knapp 10 % dieser Überschuldeten hatten mindestens ein Kind, das außerhalb des eigenen Haushalts wohnte. Insgesamt haben 2019 über 580 000 Personen aufgrund von finanziellen Problemen die Hilfe von Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen in Anspruch genommen. - Quelle: http://www.destatis.de

Klimaschutz wichtigste Zukunftsaufgabe der Städte

Das 'Deutsche Institut für Urbanistik' führt regelmäßig Befragungen der Stadtoberhäupter durch, wo für die Kommunen die wichtigsten Zukunftsaufgaben liegen. In der jüngsten Umfragen belegt der Klimaschutz den ersten Rang vor der urbanen Mobilität und der Digitalisierung. Interessant wäre es zu erfahren, ob auch der Marler Bürgermeister befragt wurde und wie er sich geäußert hat. - Lesen Sie weiter!

Demo am 20. Mai

Am 20. Mai findet die Uniper-Hauptversammlung statt. Anders als üblich, wird sie aufgrund der Coronabeschränkungen virtuell ausgerichtet. Kritische Aktionäre und Umweltverbände können ihr Anliegen also nicht wie üblich direkt an Vorstand und Aufsichtsrat heran tragen. Trotzdem muss unsere Kritik Gehör finden. Wir lassen nicht zu, dass Uniper diesen Kraftwerksschwarzbau und Klimakiller heimlich, still und leise ans Netz bringt! Wir haben in der letzten Woche mehr als 3.300 Botschaften an Uniper gesammelt. Jede einzelne werden wir am 20. Mai parallel zur Uniper-Hauptversammlung vor der Uniper-Zentrale in Düsseldorf präsentieren und auch an Vorstand und Aufsichtsrat übermitteln. Dazu haben wir eine Mahnwache angemeldet, die wir auf Wunsch der Polizei gemeinsam mit Fridays For Future und Aktivist*innen von Extinction Rebellion gestalten. Unsere unmissverständliche Botschaft lautet: Stoppt Datteln 4! Die Versammlung hat aus Infektionsschutzgründen eine begrenzte Teilnehmer*innen-Zahl. Los geht es ab 9.00 Uhr vor der Uniper-Zentrale (Holzstraße 6). Bitte bringt Mund-Nasen-Schutzmasken mit und achtet auf den notwendigen Sicherheitsabstand (Kontakt: dirk.jansen(at)bund.net). Für alle, die nicht selbst dabei sind, gibt es von 9:30 bis 10:30 Uhr einen Live-Stream. - Quelle: http://www.bund-nrw.de

Glaskasten zeigt Klangkunst

Seit Dienstag ist der Glaskasten wieder geöffnet, und meldet sich mit einer beeindruckenden Ausstellung zurück. Die klangkunstausstellung "sound + space" von Pierre Laurant Cassiere und Johannes S. Sistermann beeindruckt auf vielfältige Weise. Klangkunst und Projektionen sind hörens - und sehenswert. Zahlreiche BesucherInnen kamen schon in den ersten beiden Tagen. Auch Johannes Westermann, kulturpolitischer Sprecher der Wählergemeinschaft Die Grünen, nutzte die Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen. "Endlich sind Museumsbesuche wieder möglich, und dann noch so eine großartige Ausstellung. Nutzen Sie den Feiertag oder das Wochenende für einen Familienbesuch in unserem Museum. Es lohnt sich." Und anschließend ein Spaziergang um den See, mit den zahlreichen Skulpturen im Außenbereich.

Hier der Link zur Ausstellung :   http://www.skulpturenmuseum-glaskasten-marl.de/de/ausstellungen/time/current/1675.html

Verfassungsschutz und Ende Gelände

Noch am Wochenende haben Aktivisten von Ende Gelände am Kraftwerk Datteln 4 demonstriert; der Verfassungsschutz ordnet sie jetzt als "linksextremistisch" ein. Dazu schreibt die Berliner 'tageszeitung': "Die Anti-Kohle-Aktivisten von Ende Gelände werden im Berliner Verfassungsschutzbericht als „linksextremistisch" eingestuft. Dies meldet der Newsletter Checkpoint des Berliner Tagesspiegel. Innensenator Andreas Geisel (SPD) werde dies am Dienstag im Verfassungsschutzbericht des Landes vorstellen. Die Berliner Sicherheitsbehörden stuften die Klima- und Anti-Kohle-Aktivisten von „Ende Gelände" auf Seite 162 des Berichts erstmals als „linksextremistisch" ein. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) habe deshalb für die Senatssitzung Gesprächsbedarf angemeldet, genauso die Kulturverwaltung von Klaus Lederer (Linke). Die Anti-Kohle-Bewegung besetzt seit 2015 deutschlandweit Braunkohletagebaue. Der Bundesverfassungsschutz bezeichnete sie bereits im vergangenen Jahr als „linksextremistisch beeinflusste Kampagne". Insbesondere die Gruppe „Interventionistische Linke" bilde ein Scharnier zwischen zivilen Protestbündnissen und gewaltbereiten Kräften. Der Verfassungsschutz erkennt eine „hohe strategische Bedeutung" des Bündnisses für die linksextremistische Szene." - Quelle: http://www.taz.de